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Leverkusen
"Diese Schlaglöcher sind existenzgefährdend"

Leverkusen. Herbert von Kieseritzky ist sauer: Die derzeit einzige Zufahrt zur ESV-Festhalle, in der er Events ausrichtet - heute erwartet von Kieseritzky 60 Gäste zum Altweiberball -, gleicht ab Schrott-Bender einer Motocross-Piste. Von Ludmilla Hauser

Tiefe Schlaglöcher reihen sich wie Perlen an einer Kette auf. Die reguläre Strecke ist wegen des Neubaus der Brücke Robert-Blum-Straße versperrt, die Anfahrt läuft seit Anfang Januar über die Baustraße auf dem Bahnstadtgelände. Laut städtischer Ankündigung soll dies bis Jahresende so sein.

Der Weg ab Bender ist relativ schmal, bei Verkehr aus beiden Richtungen muss ein Autofahrer sein Fahrzeug hunderte Meter zurücksetzen. "Heute morgen waren Mitarbeiter der Technischen Betriebe der Stadt hier und haben Wasser aus den Löchern gepumpt", berichtete von Kieseritzky gestern. Für ihn sei diese schlechte Baustraße geschäftsschädigend und existenzgefährdend.

Anfang der Woche hatten Kunden die Festhalle besichtigen wollen "und wollten wegen der Zufahrt schon absagen. Ich habe sie mit vielen Worten überzeugen müssen, das nicht zu tun". Von Kieseritzky geht auch durch den Kopf, für Veranstaltungen einen Kleinbus-Shuttle-Service vom Bahnhof zum ESV-Heim einzurichten. Was ihn vor allem ärgert: die Argumentation der Technischen Betriebe (TBL). "Da bekam ich zu hören, ich könnte froh sein, dass sie extra für mich diese Straße eingerichtet hätten. Aber hier gibt es noch andere Betroffene, etwa vom Sportverein." Der Wirt will für die Verbesserung des Straßenstücks kämpfen: "Und wenn ich dafür bis zum Oberbürgermeister gehe."

So weit wird er vielleicht nicht gehen müssen. Denn TBL-Chef Wolfgang Herwig verspricht, Kollegen hinauszuschicken, die die Verlängerung der Baustraße bis zum ESV-Heim kontrollieren und beurteilen sollen, ob Maßnahmen dort notwendig seien. "Vor Weihnachten haben wir den Weg hergestellt, damit eine Zufahrt zum ESV-Heim und zu Bender während der Arbeiten an der Brücke Robert-Blum-Straße möglich ist. Das Ganze ist temporär gedacht", ergänzt Herwig. "Bei so einer provisorischen Geschichte, man kann da nur von Zuwegung, nicht von Straße sprechen, halten wir es möglichst einfach. Deswegen der Schotterweg." Dass die Kollegen draußen gewesen sein sollen, um Wasser aus den Pfützen zu pumpen, zweifelt Herwig an. Aber: "Wir werden den Weg in einem benutzbaren Zustand halten", verspricht er.

Quelle: RP
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