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Leverkusen
E-Autos sind bei Opladenern gefragt

Leverkusen: E-Autos sind bei Opladenern gefragt
Michael Klinkmüller informiert Thomas Nitsche über das Tanknetz für E-Autos in Leverkusen und technische Einzelheiten. FOTO: Miserius
Leverkusen. Bei der Automobilshow ging es am Wochenende um Elektrowagen, aber auch andere Fahrzeuge darunter SUVs. Von Jim Decker

Kastenförmig, knubbelig, quadratisch - der BMW i3 verkörpert nicht gerade den Traum aller Autofreaks. Schnittige Sportwagen wie der große Bruder i8 oder Modelle des US-amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla machen zumindest optisch ein wenig mehr her. Und doch könnte der i3 die elektrische Zukunft auf Leverkusens Straßen sein. Denn rund ums Bayerkreuz ist Elektromobilität ein heißes Thema. Auf der Opladener Automobilshow am Wochenende war der i3 einer der Stars und Trendsetter - aber auch ein gutes Stück Zukunftsmusik.

Tankstellen oder Steckdosen für E-Autos sind nämlich noch wenig verbreitet und teils schwer zu finden. Im Wiesdorfer Parkhaus City-Center und am "Best Western"-Hotel unweit davon sind beispielsweise Ladestellen. Flächendeckend ist das aber nicht. Unter anderem deswegen entschied sich Thomas Nitsche aus Leverkusen letztlich gegen den i3. Denn der hat - wie die meisten E-Autos - noch eine zweite Schwachstelle: die Reichweite.

Gerade im staugeplagten Rheinland, wo viele Pendler zwischen den Großstädten unterwegs sind, muss ein Fahrzeug vor allem zuverlässig sein. Die Reichweite von nur etwas mehr als 130 Kilometers sei da ein Unsicherheitsfaktor, klagt Nitsche. Der Aufladevorgang dauert zudem lang - acht Stunden sollte man laut Hersteller mindestens einplanen.

Eine Nachfrage nach den E-Modellen gibt es trotzdem - vor allem, seit 4000 Euro Zuschuss von der Bundesregierung beschlossen wurden. Viele Opladener informierten daher sich am Wochenende über diese Förderung. Kein Wunder also, dass zum Beispiel der japanische Autobauer Nissan die Gunst der Stunde nutzt und einen Vorstoß wagt, indem er die Prämie für seine Kunden auf 5000 Euro erhöht.

Das Urteil "unausgereift" fällt da schnell. Neben dem Mega-Thema Elektromobilität hat sich deswegen ein zweiter Trend etabliert. SUVs, also kompakte Geländewagen-ähnliche Autos sind der Trend der Stunde. Mit einem Verbrauch von teils unter fünf Litern auf 100 Kilometern stehen die SUVs den benzinlosen Exemplaren nur wenig nach.

Quelle: RP
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