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Leverkusen
Eckloff verzichtet auf Kandidatur und schließt Frieden mit der CDU

Leverkusen. CDU-Ratsherr Andreas Eckloff hat seinen vorläufigen Frieden mit der Kreispartei Leverkusen und dem Vorsitzenden Frank Schönberger geschlossen. "Ich werde auf dem Parteitag (5. Dezember) nicht für den Parteivorstand und damit auch nicht für den Vorsitzendenposten kandidieren", sagte Eckloff gestern am Abend im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Rheindorfer Politiker will sich dagegen in den nächsten zwei Jahren intensiver um seinen Stadtteil kümmern. Von Ulrich Schütz

Noch Anfang Oktober hatte Eckloff im Gespräch mit unserer Redaktion heftige Kritik an seiner CDU-Kreispartei geübt: Trotz der Wahlschlappe von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) habe es bei der örtlichen CDU keine Konsequenzen gegeben. "Wir steuern auf eine Niederlagenserie zu", hatte CDU-Ratsherr und Dauerkritiker Andreas Eckloff betont. Er forderte deshalb "ein radikales Umdenken bei seinen Leverkusener Parteifreunden". Ein Weitermachen wie bisher werde der Leverkusener CDU bei den Wahlen zum Landtag, zum Bundestag und bei den Kommunalwahlen Verluste bescheren, hatte Eckloff prognostiziert, "es sei denn, die CDU stellt Kandidaten nach Wunsch der Bürger auf."

Nach diesem RP-Bericht kam es zu einem Treffen zwischen Andreas Eckloff und dem Parteivorsitzenden Schönberger, der auf dem kommenden Parteitag wieder kandidieren will. Eckloff bestätigte, dass es ein "ehrliches Gespräch" gewesen sei. Es sei klar geworden, dass er möglicherweise gegen Schönberger den Parteivorsitz gewinnen könne, aber dann fehle ihm wahrscheinlich das restliche Vorstandsteam, das mit Eckloff die Parteiarbeit leiste.

Der Rheindorfer zog deshalb eine nicht erwartete Konsequenz: Er verzichte auf die Vorstandsmitgliedschaft auch, damit Frieden in die CDU einkehre und "jeder in der CDU wieder jeden wählen kann". Eckloff hofft, am 1. Dezember als CDU-Vorsitzender des Rheindorfer Ortsverbandes wiedergewählt zu werden. Danach werde er sich auch auf seine Arbeit als CDU-Fraktionsvorsitzender im Bezirk I konzentrieren. "Wir haben in Rheindorf sensationelle Wahlergebnisse erhalten, jetzt müssen wir das Vertrauen der Rheindorfer erfüllen und Ergebnisse liefern", betonte Eckloff, der in wichtigen Fragen mit der SPD zusammenarbeiten will.

Quelle: RP
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