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Leverkusen
Ehemalige Volksschüler schwärmen von ihrem Rektor Alfons Spitzer

Leverkusen. Die Auswirkungen des Krieges waren noch zu spüren, als 50 Kinder im April 1948 in die Katholische Volksschule Düsseldorfer Straße eingeschult wurden. Insgesamt 20 von ihnen feierten nun im Restaurant "Haus am Park" ihre 60-jährige Schulentlassung. Anfangs wurden Jungen und Mädchen in getrennten Klassen unterrichtet und erst 1952, als die Neustadtschule, die heutige Erich Kästner-Schule, 1952 eröffnete, dort zusammen geführt.

Insgesamt acht Schuljahre verbrachten sie gemeinsam, Klassengrößen mit insgesamt 50 Kindern waren zu der Zeit üblich. Das galt auch für Strafen wie Nachsitzen oder Ohrfeigen. Trotz allem blieb der Zusammenhalt ungebrochen. Bis heute wohnen die meisten ehemaligen Schülerinnen und Schüler in Leverkusen und Umgebung, einige nahmen eine weite Anreise in Kauf und kamen eigens aus Berlin, München oder Karlsruhe. Im Rückblick schwärmten sie von Lehrer und Rektor Alfons Spitzer, der bei den heute durchschnittlich 75-Jährigen einen sehr guten Ruf als Pädagoge genoss. "Er strafte nur mit Worten", begründete Udo Faßbender, der das Wiedersehen gemeinsam mit Erika Dunkel und Gerlinde Müller organisiert hatte. Andere Lehrer, wie Robert Fey, bestraften Jungen gerne mal mit dem Rohrstock, wenn sie im Unterricht gestört oder sich kleine Streiche erlaubt hatten. Mädchen kamen dagegen ohne Strafen davon - denn sie waren brav und wohlerzogen.

Zum Treffen gab es sogar ein Unterhaltungsprogramm, initiiert von Erika Dunkel. Sie und weitere acht ehemalige Mitschülerinnen sorgten bis weit nach Mitternacht für viel Vergnügen und servierten ihren ehemaligen Mitschülern zahlreiche Sketche und eine bunte Playback-Show.

(kno)
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