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Leverkusen
Ehemaliger Stadtchef Bruno Krupp ist tot

Leverkusen. Der ehemalige Oberstadtdirektor, Bruno Krupp, ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 87 Jahren. "Unvergessen ist bis heute sein Engagement für die Selbstständigkeit Leverkusens vor der kommunalen Neuordnung", heißt es von der Stadt. "Krupp trug maßgeblich dazu bei, die Eingemeindung Leverkusens nach Köln zu verhindern und Leverkusen in den heutigen Grenzen zu ermöglichen."

In der Tat fielen in Krupps Zeit die Zusammenführung Opladens und Leverkusens, die Erneuerung der Stadtmitte, die Erschließung der Schusterinsel, die Einführung von EDV in der Stadtverwaltung und die Einrichtung des ersten Umweltdezernats in NRW. Krupp - 1928 in Köln geboren - kannte sich in Leverkusen aus. Hier wuchs er auf, absolvierte eine Verwaltungsausbildung bei der AOK und arbeitete sich bis zum Geschäftsführer hoch. 1971 wechselte er als Kämmerer zur Stadtverwaltung. Vier Jahre später wurde er Oberstadtdirektor und war bis 1989 Chef der Stadtverwaltung.

Krupp tat mehr: Er gehörte 1945 zu den Mitbegründern der Einheitsgewerkschaften im Rhein-Wupper-Kreis/Leverkusen, war von 1954 bis 1959 Vorsitzender der Kreisverwaltung Leverkusen/Rhein-Wupper der ÖTV und zeitweise auch Vorsitzender der Kreisverwaltung Rhein-Wupper/Leverkusen des DGB; ab 1956 saß er für die SPD im Stadtrat. Ab 1964 war Krupp für sieben Jahre Bürgermeister. 1966 wurde er in den NRW-Landtag gewählt, dem er bis 1975 angehörte. 1989 verlieh im Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Bundesverdienstkreuz. Bruno Krupp hinterlässt zwei Töchter und drei Enkel.

(LH)
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