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Leverkusen
Ein Ausflug zum idyllisch gelegenen Rosengart-Museum

Leverkusen: Ein Ausflug zum idyllisch gelegenen Rosengart-Museum
Blick in das kleine Museum: Oldtimerfan Karl-Heinz Bonk und Freunde haben es in Eigenregie aufgebaut, ein lohnenswertes Ausflugsziel. FOTO: Museum
Leverkusen. Sind die Straßen mal frei, dann erreicht man von Leverkusen nach kurzer Fahrt das Museum in Bedburg-Rath, das sich dem Lebenswerk von Lucien Rosengart verschrieben hat. Von Ulrich Schütz

Der Standort ist beliebt bei Technikfans, Naturliebhabern oder als Ziel für Frühstück oder Kaffeetafel. Mitten im Städtedreieck Köln-Düsseldorf-Aachen liegt ein altes Gehöft, dass speziell Technikfans, aber auch Naturfreunde interessieren dürfte: das Rosengart-Museum, ein von privaten Oldtimerfans eingerichtetes Museum mit angeschlossenem Biergarten (120 Sitzplätze). Aus Leverkusen ist es nach etwa 30 Kilometern über die Autobahn zu erreichen. Wer es gemütlicher und genüßlicher haben will, sollte ab Köln-Fühlingen über Landstraßen den Weg nach Bedburg-Rath suchen. Es geht derzeit vorbei an gut bestellten Feldern, an deren Rändern auch mal eine Galerie Sonnenblumen erfreut.

Das privat finanzierte Museum mit seinem auffallend freundlichen Team ist bei Veteranenfans, bei Motorradfahrern und auch bei Radfahrern sehr beliebt. Ab 9 Uhr gibt es ein ordentliches Frühstück (7,50 Euro), einen Sekt oder eine hochspannende und unterhaltsame Führung durch das Museum in der angrenzenden, ehemaligen Scheune des Gutshofes aus dem 12. Jahrhundert (Eintritt: 4 Euro). "Unsere Besucher schätzen unseren Museumsstandort auch, weil man hier sein altes Fahrzeug abstellen kann, ohne dass jemand dran rumfummelt", sagt Archivar Hans Müßeler.

Ein LR 2 Faux-Cabrio von 1928 vor dem Museum diente...

Der Spaziergang durch das Museum ist geeignet für Spezialisten und die ganze Familie. Oldtimer-Freund Karl-Heinz Bonk und seine Freunde haben seit 1992 am Lucien-Rosengart-Weg 1 in Bedburg-Rath die gesamte Geschichte des französischen Autobauers Rosengart (1881-1976) zusammengefasst: "eine weltweit einmalige Sammlung", schreiben die Museumsmacher in ihrer Historie. Und Müßeler fügt hinzu: "Wir haben uns einen Traum erfüllt." Angefangen hatte alles, als Karl-Heinz Bonk ein Auto aus seinem Geburtsjahr suchte - und einen solchen Oldtimer mit dem Rosengart 4N2, Baujahr 1939 fand. Inzwischen ist die Sammlung auf 30 Fahrzeuge angewachsen. Die Wagen werden ergänzt durch Dokumente, Konstruktionszeichnungen und vieles mehr. Im Museum findet sich das komplette Archiv des französischen Herstellers, der 1953 seine Produktion beendete.

Empfehlenswert ist das neue Buch, in dem der in Vergessenheit geratene französische Autopionier, Erfinder und Künstler Lucien Rosengart (1881 - 1976) gewürdigt wird. Das Leben und Lebenswerk sei in Schrift und Bild dokumentiert. Das Buch kann über das Museum bezogen werden. Kosten: 23,80 Euro. (Info/Bilder: Rosengart-Museum, Bedburg-Rath).

... dem Spielzeug-Autohersteller Matchbox als Vorlage.
Quelle: RP
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