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Leverkusen
Ein Blick in das neue Notquartier für mindestens 90 Flüchtlinge

Fotos: Eine Nacht in der Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft
Fotos: Eine Nacht in der Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft FOTO: Bernd Schaller
Leverkusen. Im Bühl wird in der nächsten Woche das neue Notquartier für Asylsuchende bezogen. Von Jim Decker

Noch sieht alles nach Baustelle aus. Lediglich ein paar Betten, Tische, Stühle und Waschmaschinen stehen schon in den Räumen der neuen Flüchtlingsunterkunft "Im Bühl" in Schlebusch. "Das täuscht aber ein wenig", sagt Jürgen Kursawe, bei der Stadt zuständig für die Unterbringung von Flüchtlingen. Spätestens Ende kommender Woche sollen dort 90 Menschen untergebracht werden. "Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, geht der Bau umgehend in Betrieb", sagt Kursawe.

Der ist eine Musteranlage, nach dessen Vorbild weitere Unterbringungen gebaut werden sollen. 45 Zimmer mit jeweils rund 13 Quadratmetern werden in Kürze bezogen. "Im Erdgeschoss sind Wohnbereiche für Familien vorgesehen", sagt Kursawe. In der ersten Etage ist Platz für Alleinstehende. Dazu kommen Aufenthaltsräume, in denen zum Beispiel Deutschkurse gegeben werden sollen sowie Waschküchen und Kochküchen. Die Container sind zunächst für fünf Jahre von der Stadt angemietet.

Fotos: Große Hilfsbereitschaft am Dortmunder Hauptbahnhof FOTO: dpa, mjh

"Es war uns sehr wichtig, dass die Leute hier selbstständig leben können", betont Sozialdezernent Markus Märtens. Trotzdem wird es eine Sozialarbeiterin geben, die mit einer Dreiviertelstelle als "Herbergsmutter" die Unterkunft betreut und Integrationsprojekte koordiniert. Außerdem wird ein Wachdienst 24 Stunden vor Ort sein.

Durch die Anordnung der Container in U-Form entsteht eine Art Atrium, das zum angrenzenden Sportplatz hin offen steht. Das habe man bewusst so entschieden, sagt Märtens, damit die Anwohner auf der anderen Gebäudeseite nicht gestört würden. Überhaupt habe man alle Probleme ausgeräumt. Immergrüne Koniferen sollen auch im Winter für Sicht- und Lärmschutz der nur wenige Meter entfernten Ansiedlung sorgen. "Das haben wir alles mit den Leuten abgesprochen", betont Märtens.

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Überhaupt sei die Stimmung der Anwohner positiv. Es gebe Ideen für Sprachkurse und Kinderbetreuung, sagt der Sozialdezernent. Beteiligt seien Vereine, Schulen und Bürgerinitiativen. Welche Angebote aber genau ausgearbeitet und angeboten werden, müsse individuell entschieden werden, obwohl sich beispielsweise am Gymnasium schon entsprechende AGs gebildet haben. Es gab bereits einen Tag der offenen Tür, bei dem sich Anwohner und Interessierte ein Bild von der Unterkunft machen konnten.

Quelle: RP
 
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