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Leverkusen
Ein Horn-Trio sorgt in St. Andreas für viel Nachhall

Leverkusen. Die angekündigten Jazzstücke blieben die vier Hornisten des Ensembles "Le cor complètement" beim Konzert in der St. Andreas-Kirche schuldig. Aber das werde nachgeliefert, versprach Kirchenmusiker Martin Sanders, der gerade die Mitwirkenden für die Orgelnacht beim Pfarrfest im September 2017 verpflichtet hat. Zehn Hörner werden dann beteiligt sein und auf jeden Fall auch Jazz mitbringen. Von Monika Klein

Die Programmänderung hatte einen Grund - die Anwesenheit der vier Alphörner. Die stattlichen Hörner sollten mit einer Folge von Stücken gebührend zum Einsatz kommen. Dass es den Zuhörern an dieser Stelle ein wenig alpin ums Herz wurde, bringt der warme und volle, auch etwas schwerfällige Ton der Horngiganten mit sich und das beträchtliche Echo in der Kirche. Diesen Nachhall warteten die Ensemble-Mitglieder Wilhelm Junker, Annette Sondermann-Bieger, Josefine Albert und Konrad Balint ab, bevor sie das nächste vierstimmige Signal in den Raum schickten. Jedes mit einer mehr oder weniger klaren Botschaft wie dem "Allgäuer Hirtaruef" oder dem "Aobed-Ruef", dessen Melodie mit Text unterlegt in die alpenländische Volksmusik einging.

In Kurzform hatte Junker zu Beginn eine Einführung in die Instrumentenfamilie Horn gegeben, von der an diesem Abend drei Generationen vertreten waren. Die Eröffnung machten, historisch korrekt, zwei Naturhörner mit dem Concerto in D von Georg Philipp Telemann. Sanders Studienfreund Heinz-Peter Kortmann lieferte an der Orgel den Orchesterpart. Zudem ergänzte er mit drei Stücken für Orgel solo das Programm. Nach einem ungestümen Bach, einer eigenen Orgelbearbeitung eines Allegros aus dem Italienischen Konzert, zog er bei der Passacaglia des Jahresjubilars Max Reger alle Register und begeisterte vor allem mit einer effektvollen Toccata des flämischen Orgelromantikers Joseph Callaerts.

Das moderne Konzerthorn kam in zwei Hornquartetten zum Einsatz. A cappella und mit Echo-Effeketen bei dem dreisätzigen Werk von Bernhard Weber, konzertant und mit Orgel beim Concertstück von Carl Heinrich Hübler.

Quelle: RP
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