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Leverkusen
Ein Jahrhundert Raiffeisen-Markt in Opladen

Leverkusen: Ein Jahrhundert Raiffeisen-Markt in Opladen
Der Raiffeisenmarkt Opladen im Jahr 2016: Hier sind Lastwagen im Einsatz für den An- und Auslieferungsverkehr der REG. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Morgen feiert der Raiffeisenmarkt auf seinem Gelände an der Robert-Koch-Straße sein 100-jähriges Bestehen - mit Musik, Tanz und Kinderprogramm. Wer mitfeiern will, kann sich nebenbei noch Tipps zu Tierfutter und Pflanzenschutz holen. Von Dorian Audersch

Die Raiffeisen-Erzeugergenossenschaft (REG) wurde am 17. April 1916 von einer Handvoll Landwirten unter der etwas sperrigen Bezeichnung "Kreis- Obst- und Gemüseverwertungsgenossenschaft" (KOG) gegründet. Hauptziele waren die zentrale Erfassung und die Vermarktung der bäuerlichen Erzeugnisse aus der Region. Auch der Ein- und Verkauf landwirtschaftlicher Bedarfsartikel spielte bei der Genossenschaft eine Rolle. An diesem grundlegenden Prinzip hat sich seitdem wenig geändert - und doch ist heute alles anders. Morgen feiert der Raiffeisenmarkt in Opladen sein 100-jähriges Bestehen.

Die Dimensionen, in denen das Geschäft läuft, haben sich in den vergangenen 100 Jahren deutlich vergrößert. Durch Zukauf oder Fusion mit anderen Genossenschaften wuchs die REG von 27 auf mittlerweile über 1000 Mitglieder - mit 150 Mitarbeitern im gesamten Bergischen Land. Die Genossenschaft ist an insgesamt 15 Standorten vertreten. 2015 erzielte sie einen Umsatz von 62 Millionen Euro. In Opladen, sagt Marktleiter Claus Witte, sei der zentrale Standort. "Unser Raiffeisenmarkt hat eine exponierte Lage", erklärt der 33-Jährige. "Wir sind stark in das tägliche Leben im Stadtteil eingebettet und haben im Schnitt 800 bis 1000 Kunden pro Tag."

Am meisten Geld wird mit den Sparten Landwirtschaft und Energie (Heizöl, Diesel, Holzpellets und Briketts) umgesetzt. Weitere Einnahmequellen sind die Raiffeisen-Märkte, die sich laut Witte als "Fachhandel für Garten- und Heimtierbedarf sowie Düngemittel" verstehen. Auch Obst und Gemüse zählen zum Geschäftsmodell. "Nachhaltigkeit und regionale Verwurzelung bilden die Schwerpunkte der Unternehmensphilosophie", betont Witte. Zudem brächten der Raiffeisenmarkt und sein Personal die Erfahrung aus 100 Jahren Landwirtschaft mit.

Morgen ist anlässlich des Jubiläums an der Robert-Koch-Straße 25-27 "Tag der offenen Tür". Ein vielseitiges Rahmenprogramm rundet die Aktionen zum 100-jährigen Bestehen ab: Zwischen 9 und 15 Uhr gibt es auf dem Gelände Landmaschinen von früher und heute zu sehen - und den REG-Fuhrpark. Kleine Besucher können sich die Zeit auf der Go-Kart-Bahn oder Kindereisenbahn vertreiben. Im Markt läuft zudem eine Futtermittel- und Pflanzenschutzberatung. Auch für den heimischen Garten gibt es Tipps von Experten - nicht nur bei der Pflanzaktion, bei der Erde und Dünger gestellt werden. Kinderschminken, Spielecke und eine Raiffeisenmarkt-Rallye sorgen für Unterhaltung beim Nachwuchs. Von 9 bis 15 Uhr sind zudem Exponate aus dem privaten Pferdemuseum Waldhausen zu sehen. Hinzu kommt eine Tombola.

Ab 16 Uhr beginnt dann das Galaprogramm - mit Jagdhornbläsern, Grußworten und der Landjugend Leichlingen, die ab 17.30 Uhr zum Tanz bittet. Vorab gibt es aber noch eine Ansprache des REG-Vorstandsvorsitzenden Hans-Gerd Putzstück, der eine simple Zusammenfassung für die 100-jährige Erfolgsgeschichte des Unternehmens hat: "Es ist ein Geschäftsmodell, das sich bewährt und durchgesetzt hat."

Quelle: RP
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