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Leverkusen
Ein "Notnagel" für die Feuerwehr

Leverkusen. Beim Schlebuscher Wochenende nahmen rund 50 Vereine teil und erfüllten Gästen auch Sonderwünsche. Von Gabi Knops-Feiler

Viel Betrieb, entspannte Atmosphäre und ideales Wetter kennzeichneten am Samstag das 23. Schlebuscher Wochenende. Die Werbe- und Fördergemeinschaft (WFG) Schlebusch hatte unter dem Motto "Familienfest International" eingeladen. Zugleich war Verkaufsstart für den neuen Schlebusch-Kalender mit Bildern von früher und heute. "Wir haben innerhalb von drei Stunden mehr verkauft als sonst an einem Wochenende", berichtete WFG-Vorstandsmitglied Hans-Peter Teitscheid erfreut über den neuen Rekord.

Neuling unter den rund 50 Vereinen und weiteren "Stammgästen", die jedes Jahr dabei sind, war Förster Karl Zimmermann mit der Rollenden Waldschule der Leverkusener Jägerschaft. An seinem Stand durften Kinder kreativ werden und ihren eigenen Hirsch aus Holz bauen. Erneut dabei war der Integrationsrat der Stadt Leverkusen. An neun Ständen gab es Spezialitäten der diversen Heimatländer zu kosten.

Ebenfalls vertreten waren die Städtepartnerschafts-Vereine, die über Kooperationen, Land und Leute informierten. Uwe Bräutigam, Vorstandsmitglied im Freundeskreis Bracknell-Leverkusen, hatte spezielle Aufkleber "Europa braucht dich jetzt" besorgt. Nach der Eröffnung verteilte sie auch Oberbürgermeister Uwe Richrath. Eine Gruppe mit 23 Gästen der britischen Partnerstadt Bracknell nahm gleich einen Schwung mit nach Hause. Sie selbst und viele andere der "Bracknell Twinning Association" hätten sich gegen den Brexit ausgesprochen, sagte Vorsitzende Mary Temperton, die an der Freundschaft mit Leverkusen festhalten will. "Jetzt erst Recht", betonte Uwe Bräutigam.

Zum dritten Mal dabei: Die Künstler Marion Lang, Norbert Kaluza und Barbara Gorel mit "Art Divers". Gorel präsentierte zum Beispiel Bilder ihrer "Vollblutweiber", die sie "Bargorella" nennt. Sie sagte: "Ich mag selbstbewusste Frauen, die zu dem stehen, was sie haben."

Was sie können, führten Mitglieder aus dem Industriemuseum Sensenhammer bereits zum sechsten Mal vor. Das Museum blieb geschlossen, während die Klänge der Schmiede durch die ganze Fußgängerzone hallten.

Sogar Sonderwünsche wurden erfüllt. Markus Hartges, Zugführer des Löschzuges Lützenkirchen, wünschte sich für die Freiwillige Feuerwehr einen so genannten "Notnagel" und bekam ihn von Erik Geiß. "Fünf Monate habe ich danach gesucht, jetzt endlich hat es geklappt", freute sich Hartges, der genaue Vorstellungen hatte, wie der nagelförmige Abseilhaken aussehen sollte, der bis in die 1960er Jahre zur Ausrüstung der Feuerwehr gehörte und der jetzt in eine Ausstellung über die Lützenkirchener Feuerwehr-Geschichte einfließen soll.

Quelle: RP
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