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Serie Die Oldtimer-Schätzchen
Ein Porsche-Fan schon seit der Geburt

Serie Die Oldtimer-Schätzchen: Ein Porsche-Fan schon seit der Geburt
Mit 18 hat er angefangen, für sein Porsche-Cabriolet zu sparen - das Modell erinnert ihn an schöne Familienzeiten, erzählt der Oldtimer-Fan, der weitere alte Schätzchen besitzt. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Dirk Pott von der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) organisiert für kommenden Sonntag die Oldtimer-Schau in der Bahnstadt. Da trifft es sich gut, dass er selbst ein großes Herz für alte Schätzchen hat, speziell für einen Porsche 356. Von Gabi Knops-Feiler

Diese Worte des Herstellers könnten aus dem Mund von Dirk Pott stammen: "Porsche fährt man nie aus Vernunft, sondern immer aus Überzeugung." Aber manchmal sind auch nostalgische Gründe entscheidend. "Ich bin da reingeboren, ich kann nichts dafür", sagt der selbstständige Kaufmann und stellvertretende Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) über seinen "Oldie", einen Porsche 356 C Cabriolet mit dem Kennzeichen OP-DP 356 H.

Schon der Vater fuhr das gleiche Modell. Selbst Jahre später, als es dem Senior gesundheitlich nicht mehr gut ging, blühte er immer dann für eine Weile auf, wenn er im Auto des Sohnes Platz nehmen durfte. Deshalb sagt Pott heute: "Das Auto erinnert mich an die schönen Zeiten meiner Eltern."

Der Porsche 356 ist das erste Serienmodell des Herstellers. Als "Geburtstag" gilt der 7. Juli 1948. Der Wagen von Pott stammt aus dem Baujahr 1964. Ein Jahr später, im April 1965, endete die Produktion der Baureihe. Bis dahin wurden insgesamt 76.302 Wagen gebaut, die allesamt Serienteile vom VW Käfer enthielten. Seit nunmehr 20 Jahren steht eines dieser Autos in der Garage des 53-jährigen Opladeners.

Das Armaturen-Brett - mit Lenkrad samt Porsche-Logo. FOTO: Miserius Uwe

"Seit ich 18 war, habe ich mir dieses Auto zusammengespart", sagt Pott. Als er genug beisammen hatte, fuhr er mit dem Zug nach Stuttgart und kam als stolzer Besitzer eines champagnergelben Oldtimers in Top-Ausstattung zurück. "Das Auto war teuer, aber in sehr gutem Zustand", erinnert sich Pott und ergänzt: "Nur am vorderen Kotflügel und an den Türen hatte er Rost. Das sind aber bekannte Schwachstellen."

Die Kosten für die Reparatur hat er sich mit dem Vorbesitzer geteilt. Viel aus der Vergangenheit des Fahrzeugs ist Pott nicht bekannt. Nur, dass es der Vorbesitzer aus Amerika zurückholte und dort bei drei Eigentümern war. Immerhin hatten sie alle das Auto gut gepflegt. Denn nach wie vor ist die komplette Innenausstattung im Original-Zustand erhalten, auch die braunen Ledersitze und das Blaupunkt-Stereo-Radio. Dazu kommt, dass Pott sogar die so genannte "Matching Number" kennt. Diese bedeutet, dass Motor und Getriebe so vorhanden sind, wie das Auto vom Band gelaufen ist, es ist quasi eine Art "Geburtsurkunde". Autos mit Matching Numbers werden etwas teurer gehandelt als andere.

Champagnergelbe Schönheit: Das Cabrio hat - bei AGO-Vorstandsmitglied Dirk Pott selbstredend - ein OP-Kennzeichen. FOTO: Miserius Uwe

Im Rückblick hatte Pott viel Fahrspaß und wenig Ärger. Nur einmal blieb die eingebaute Uhr stehen, weil die Zahnräder verschlissen waren. Die Reparatur dauerte ein Jahr, weil Pott erstmal einen Uhrmacher finden musste, der die Zahnräder besorgen und die Uhr wiederherstellen konnte. Und dann gibt es bei ihm noch sechs weitere Oldtimer der Baujahre 1964 bis 1984, darunter vier VW und zwei Porsche-Fahrzeuge. Dazu kommen zwei Fahrzeuge, die repariert werden müssen. Wenn Pott also sagt: "Ich bin Oldtimerfan durch und durch", dann glaubt man ihm das aufs Wort.

Nun übernimmt der Kaufmann erstmals die Organisation des Oldtimertreffens am Sonntag, 18. September, in der Bahnstadt. Nachdem der Platz vor dem Funkenturm im Vorjahr zu klein war, werden die Fahrzeuge nun von 11 bis 16 Uhr vor dem Kesselhaus präsentiert. Geht es nach Pott, wird "die Veranstaltung auf jeden Fall fortgeführt und nach und nach ausgeweitet".

Quelle: RP
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