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Leverkusen
Ein schlagfertiges Weihnachtsvergnügen

Leverkusen: Ein schlagfertiges Weihnachtsvergnügen
August Klein in seiner Baum-Schonung in Wermelskirchen-Dabringhausen. Dort können Kunden aus der ganzen Region ihren Christbaum vor Ort aussuchen und selbst schlagen. FOTO: Stefan Singer
Leverkusen. Sich den Christbaum absägen, einnetzen und auch noch liefern lassen? Kann doch jeder. Der Profi legt selbst Hand an - und die ganze Familie kommt dabei auf ihre Kosten. Manchmal gibt's sogar kostenlosen Glühwein und Punsch. Von Simon Janssen

Der Christbaum ist der Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Er wird prunkvoll geschmückt und sorgt spätestens für leuchtende Kinderaugen, sobald unter ihm bunt verpackte Geschenke platziert werden. Warum sollte man also das Auswählen und Sägen des Baums nicht selbst in die Hand nehmen? Schließlich gibt es auch in der Leverkusener Region Möglichkeiten, aus einer einfachen Tanne "unseren Baum" zu machen. Ein Überblick.

Weihnachtsbaum Klein Als "Festtag vor dem Fest" bezeichnet August Klein das eigenhändige Sägen des Weihnachtsbaumes. "Besonders die Kleinsten kommen dabei auf ihre Kosten, für sie ist das ein richtiges Erlebnis", sagt der Tannen-Profi. Das Selbstsägen in der Weihnachtsbaumschonung direkt an der großen Dhünntalsperre in Wermelskirchen ist an den Adventswochenenden (ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit) möglich. Zu jeder Tanne gibt es einen Glühwein oder Punsch für die Eltern, die Kinder bekommen Plätzchen. Manchmal gibt es sogar Würstchen als Stärkung für die Aktivität im Freien. "Falls doch Hilfe benötigt wird, gehen wir gerne zur Hand", sagt Klein. Jeder einzelne Baum muss sich jedoch zunächst einem Schönheitswettbewerb stellen: "Größe und Aussehen bestimmen den Preis." Darum könne das Festmaß von 14 Euro pro Meter variieren. Neben dem besonderen Erlebnisfaktor hat das Selbstsägen laut Klein einen weiteren entscheidenden Vorteil: "Dadurch kann man sich sicher sein, dass der Baum 100 prozentig frisch ist."

Grünenbäumchen 1a, 42929 Wermelskirchen, Telefon 02193 531 831.

KiRa Weihnachtsbäume Über rund 45 Hektar erstrecken sich die Weihnachtsbaumkulturen der Familie Kirschsiepers in Radevormwald. Der Schwerpunkt des Betriebs liegt bei Blaufichten und Nordmanntannen, die auf einer ausgewiesenen Fläche von rund fünf Hektar selber geschlagen werden können. Der Preis ist auch dort vom jeweiligen Baum abhängig. In bester Qualität kostet der Meter 19,50 Euro. "Falls es auf Anhieb nicht klappt, haben wir zur Not auch noch eine Motorsäge", sagt Lothar Kirschsieper, der in diesen Wochen reichlich zu tun hat. Schließlich reisen auch Menschen, die weit hinter den Ruhrgebietsgrenzen wohnen, nach Jakobsholt, um die passende Tanne für ihr Fest zu finden. Mehr als 50.000 Exemplare verkauft der Betrieb pro Jahr. An den letzten beiden Wochenenden bietet "KiRa" ein Scheunen-event an, bei dem unter anderem gegrillt wird. Auch Ponyreiten ist möglich, wenn das Wetter mitspielt. Feste Uhrzeiten gibt es nicht. "Solange es hell ist", sagt Kirschsieper, der rät, Gummistiefel mitzubringen.

Jakobsholt 2, 42477 Radevormwald Telefon 021 95 59 95 66.

Bio-Weihnachtsbäume Nicht nur Lebensmittel können Bio sein, sondern auch Weihnachtsbäume. Der Familienbetrieb in Engelskirchen, der seit 1983 von Stefan Lüdenbach bewirtschaftet wird, verzichtet auf Unkrautvernichtungsmittel und mineralischen Dünger. Auf einer Lichtung besteht die Möglichkeit, sich den eigenen Bio-Baum zu sägen, während man den Ausblick aufs Bergische Land genießt.

Vordersteimel 51b, 51766 Engelskirchen, Telefon 0 22 63 90 14 53.

Quelle: RP
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