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Leverkusen
Ein Tanzabend zu Musik von Johann Sebastian Bach

Leverkusen. Bei der Spielplan-Vorstellung im Mai wurde nur ein "Großprojekt" für den April 2017 angekündigt. Jetzt lüftete Bayer Kultur das Geheimnis, dessen Realisierung vor einem halben Jahr noch nicht in trockenen Tüchern war. "Matthäus-Passion-2727" heißt die Produktion, in der die Musik Johann Sebastian Bachs zu hören sein wird, aber weder ganz, noch ausschließlich. Eigentlich soll es ein internationaler Tanzabend werden, der in Leverkusen am 30. und 31. März und in Wuppertal am 2. April aufgeführt wird. Im Oktober soll es dann eine Wiederholung in Israel geben. Von Monika Klein

Von dort kommen die Tänzer der "Kamea Dance Company", die Bachs Musik auf abstrakte Weise, aber orientiert an Klang und Melodik, in Bewegung umsetzen werden. Die Musiker ("Orchester l'arte del mondo") kommen aus Leverkusen, die Chorsänger (Kantorei Barmen-Gemarke) aus Wuppertal.

Eingefädelt wurde dieses interkulturelle, interreligiöse und interdisziplinäre Projekt von Bayer Kultur. Dann mussten Sponsoren gewonnen und Fördergelder beantragt werden, die Landes- und Kunststiftung NRW nun zugesagt haben. "Wir treten grundsätzlich nicht nur als Sponsor auf", sagt Bayer-Kultur-Leiter Thomas Helfrich. "Wenn wir Dinge unterstützen, bringen wir uns mit dem ein, was wir können." Das war zunächst die Zusammenführung der drei künstlerischen Leiter Choreograph Tamir Ginz, Dirigent Werner Ehrhardt und Chorleiter Wolfgang Kläsener, der mit seiner Anfrage den ersten Anstoß gab. Bei Wuppertal, am Grab Pina Bauschs und im Skulpturenpark von Tony Cragg, habe man das Grundkonzept festgezurrt.

Mit der Entscheidung für einem Tanzabend, der auch jüngere Menschen mit Bachs Werk vertraut machen soll, war klar, dass die Musik von 3,5 Stunden Dauer eingedampft werden muss auf 75 Minuten. Die meisten Streichungen nahm man im ersten Teil vor. Der Zusatz 2727 erklärt den Ansatz, einen Rückblick 1000 Jahre nach der Uraufführung 1727 zu wagen. Der beginnt mit dem Schlusschor und soll in der Rückschau das neutestamentliche Geschehen der Kreuzigung Jesu erzählen. Nicht nur im Lutherjahr, sondern auch 290 Jahre nach der Leipziger Erstaufführung sowie zu den Jubiläen 70 Jahre Kantorei Barmen-Gemarke und 40 Jahre Städtepartnerschaft Wuppertal/Be'er-Sheva, die drei Jahre später Geburtshelfer bei deim Partnerschaftsvertrag Leverkusen/Nazareth-Illith war.

Kartenvorverkauf: 0214 3041283, www.kultur.bayer.de

Quelle: RP
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