| 00.00 Uhr

Leverkusen
Ein tierischer Ausflug in die Eiszeit

Leverkusen: Ein tierischer Ausflug in die Eiszeit
Sowohl braun als auch beige ein Hingucker: die Auerochsen im Neandertal. FOTO: DPA
Leverkusen. Das Wildtiergehege in Mettmann beherbergt Vierbeiner, die sonst in klassischen Zoos eher nicht zu sehen sind. Von Dorian Audersch und Klaus Müller

Tiere sind bei Besuchern seit jeher ein Anziehungspunkt. Auf das Eiszeitliche Wildgehege mit Tieren, die meist kein Zoo zu bieten hat, trifft dies insbesondere zu. Und damit es den Vierbeinern auch in Zukunft gut geht, soll das Areal modernisiert werden. Zu den Plänen gehört der Bau eines Wisentstalles einschließlich der Nebengebäude und Außenanlagen und eines Mehrzweckgebäudes. Wer in diesen Tagen am Gehege unterwegs ist, sieht, dass die Bauarbeiten bereits begonnen haben. In dem Zuge wird auch der obere Zaun der Auerochsenweide erneuert.

Der derzeitige Wisentstall soll in einen kombinierten Stall für Heckrinder und Tarpane umgebaut werden. Notwendig ist dazu der Bau der erforderlichen Außenanlagen, damit eine gefahrlose und getrennte Fütterung und Haltung der Heckrinder und Tarpane gewährleistet ist. Als weiteres Projekt steht ein barrierearmer "kleiner Rundweg" auf dem Plan. Insgesamt 1.896.000 Euro sollen die Verbesserungen des Geländes kosten.

Die Auerochsen-Herde im Neandertal ist übrigens eine der ältesten Deutschlands. Schon in den 1930er Jahren hielten die ersten Tiere Einzug in das Wildgehege. Heute leben in der Herde zehn ausgewachsene Kühe. Zusammen mit dem Stier und den Jungtieren kann die Größe der Herde bis zu 30 Tiere betragen. Die Auerochsen leben das ganze Jahr über unter freiem Himmel..

Ebenfalls auf dem Areal leben zurzeit zwei Wisente. Die beiden ältren Damen sind auf ihren Weiden im Süden des Geheges meist gut zu beobachten - oder auf dem aufgeschütteten Sandhaufen vor ihrem Stall, wo sie sich sehr gerne aufhalten.

Die Dritten im Bunde sind die Tarpane. Die eurasischen Wildpferde, die in den Waldgebieten Mitteleuropas, den Steppen Osteuropas und Russlands beheimatet waren, leben im Neandertal in einer Herde aus einem Hengst und drei Stuten mit den bis zu einjährigen Fohlen zusammen. Auch sie verbringen das die meiste Zeit draußen, nur im Winter haben sie auch Zugang zum Stall. Im Sommer sind sie meistens auf den Hangwiesen im Süden des Geheges zu finden.

Das Neandertal ist aufgrund seiner historischen Bedeutung, der ursprünglichen Natur und wegen der urigen Wildtiere ein Ausflugsziel, dessen Wanderwege zahlreiche Besucher anziehen. Auf einem Rundweg können Besucher in etwa 60 bis 80 Minuten das Gehege umwandern, wobei immer wieder Bänke zum Ausruhen und Beobachten der Tiere einladen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leverkusen: Ein tierischer Ausflug in die Eiszeit


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.