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Leverkusen
Ein tierisches Konzertvergnügen

Leverkusen. In der Christuskirche gestalteten Instrumental-Schüler der Leverkusener Musikschule ein Familienkonzert mit Stücken über verschiedene Tiere. Von Monika Klein

Gemach, gemach, nur nicht eilen. Geschwindigkeit ist nicht gerade die Charaktereigenschaft einer Schildkröte. Für einen jungen Posaunisten dagegen ist es gar nicht so einfach, sein Spiel so zu zügeln und den Atem entsprechend einzuteilen, dass jeder Zuhörer eindeutig erkennt, welches Tier hier beschrieben wird. Christoph Ahlers, der in der Klasse von Martin Winkel Posaune lernt, ist das jedenfalls am Sonntag in der Christuskirche gelungen.

Dort gab es unter Anleitung von Margit Baranyai und Dorothea Baier ein tierisches Musikvergnügen für die ganze Familie in der "Reihe 18", die jeweils am 18. eines Monats um 18 Uhr stattfindet. Kirchenmusiker Bertold Seitzer, der dieses Format eingeführt hat, begrüßte dazu erstmals eine so große Anzahl von Mitwirkenden. 17 Schüler der Musikschule waren beteiligt, solistisch, im Trio oder Quartett und natürlich auf unterschiedlichen Instrumenten. Eines hatten aber alle Stücke gemeinsam: Sie charakterisierten diverse Tiere.

Vögel waren reihenweise zu hören, Weisen von Nachtvögeln, Papageien oder Kanarienvögeln, gespielt auf Blockflöten, die Caroline Schluck zwischen den Sätzchen schnell austauschte. Für quirliges Piepsen passt eher die kleine Sopraninoflöte, Naturgeräusche zauberte die Flötistin nur mit dem Kopf einer Bassblockflöte. Felix Storbeck imitierte auf dem Akkordeon einen gackernden Hühnerhof nach einem Musikstück seines Lehrers Ludovit Stranianek.

Dass sich eine Katze bestens auf einer Klarinette darstellen lässt, weiß man spätestens seit Prokofjews Märchen Peter und der Wolf. In der Christuskirche spielte Elias Baber eine Katzensuite, die sämtliche Facetten des Tieres umschreibt. Vier Fagotte schlossen sich zusammen, um Rabatz im Schweinestall zu suggerieren. Das Streichquartett "Taktvoll" aus der Klasse von Birthe Metzler ließ Frösche durcheinanderhüpfen beim vierten Satz von Joseph Haydns Froschquartett.

Sämtliche Tiere, die in Musikstücken erklangen, konnte man auch auf den Staffeleien hinter den Ausführenden wiederfinden. Die Bilder sind in einem Kurs der Jugendkunstgruppen von Alfred Prenzlow entstanden.

Die Zeit der Auf- und Abtritte von Instrumentalisten nutzte Bertold Seitzer, um jeweils passende witzige Gedichte - von Eugen Roth bis Christian Morgenstern - vorzutragen.

Quelle: RP
 
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