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Einbruchsradar Leverkusen
Zehn Einbrüche in sieben Tagen

Leverkusen. Die Fallzahlen sind rückläufig, dennoch dringen Diebe in Leverkusen statistisch gesehen mehr als einmal am Tag in fremde Häuser ein.

In der vergangenen Woche zählte die Polizei in Köln und Leverkusen zusammen 76 Einbrüche. Zehn Mal schlugen Täter in Leverkusen zu. Das zeigt der Einbruchsradar, den die Polizei Köln am Montag veröffentlicht hat. Ein Bild davon sehen Sie hier.

Im März hatte das NRW-Innenministerium aufgrund der andauernd hohen Fallzahlen entschieden, den Einbruchsradar im Kampf gegen überregional agierende Einbrecherbanden flächendeckend einzuführen. Von nun an veröffentlicht die Polizei jeden Montag eine Karte vom Stadtgebiet, auf der die Einbrüche der jeweils vergangenen sieben Tage zu sehen sind.

Erfreulich sei nach Angaben der Polizei, dass die Einbruchszahlen in Köln (-20 Prozent) und Leverkusen (-30 Prozent) im ersten Quartal 2016 rückläufig gewesen seien. Zuletzt waren die Zahlen rapide gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es 18 Prozent mehr Einbrüche in Leverkusen im Vergleich zum Vorjahr.

Einsbruchsradar soll Hinweise liefern

Polizeiinspektor Thomas Sawatzki beschreibt den Einbruchsradar als wichtige Möglichkeit, an Hinweise zu gelangen. "Das können Kennzeichen von Fahrzeugen sein, Fahrzeugtypen oder Personenbeschreibungen. Alles, was uns in die Lage versetzt, eine Spur aufzunehmen", sagt er. Der Mechanismus funktioniert so: Bürger, die auf dem Einbruchsradar entdecken, dass in ihrer Nachbarschaft eingebrochen wurde, können der Polizei verdächtige Beobachtungen aus dem Tatzeitraum melden.

5.845 Wohnungseinbrüche zählte die Polizei in Köln und Leverkusen im Vorjahr. In 47 Prozent aller Fälle blieb es beim Versuch. 3112 Mal waren die Täter erfolgreich. Die Aufklärungsquote in Leverkusen lag bei nur 6,3 Prozent.

Sehen Sie hier die aktuelle Kriminalstatistik für Leverkusen.

 

 

(sef)
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