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Leverkusen
Ende der Raserei auf der A1 - Tempolimit kommt

Leverkusen: Ende der Raserei auf der A1 - Tempolimit kommt
Das Tempolimit von Burscheid bis Leverkusen soll helfen, Unfälle zu verhindern, denn auf der abschüssigen Strecke kommen Autos schnell in Fahrt. FOTO: MIserius
Leverkusen. Die Bezirksregierung reagiert auf die Unfälle auf der A1 im Abschnitt Burscheid in Richtung Leverkusen und drosselt die dort erlaubte Geschwindigkeit. Vor allem zu verkehrsarmen Zeiten wird dort gerast. Von Christian Buhl

Die Zeiten, in denen Autofahrer auf dem A1-Abschnitt zwischen Burscheid und Leverkusen kräftig aufs Gas drücken konnten, sind vorbei. Die Bezirksregierung Köln führt dort in Kürze ein Tempolimit ein, das die Raser auf der abschüssigen und kurvenreichen Strecke ausbremsen soll. Denn vor allem zu verkehrsarmen Zeiten seien einige Pkw-Fahrer zu schnell unterwegs gewesen und nicht selten hätte das zu Unfällen geführt.

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Erst am Donnerstag vergangener Woche war ein Mann mit seinem Wagen unter einen Lkw gerutscht - vermutlich, weil er viel zu schnell unterwegs war. Das soll in Zukunft nicht mehr passieren. An der Anschlussstelle Burscheid beginnt das neue Tempolimit. Blechschilder schreiben dort dann die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h vor. Wer bis dahin nicht vom Gas gegangen ist, wird spätestens ein paar Kilometer weiter von den bereits vorhandenen Anzeigetafeln erneut zum Bremsen aufgefordert.

Ab dort dürfen je nach Verkehrssituation noch maximal 120 Km/h gefahren werden. Staut sich der Verkehr am Leverkusener Kreuz, kann die Geschwindigkeit noch weiter angepasst werden. Die letzte Anzeigetafel erlaubt dann nur noch 100 km/h oder weniger. Die Verkehrszentrale NRW arbeite an einem Konzept, die letzten beiden Anzeigen fahrstreifenbezogen zu schalten, heißt es von der Bezirksregierung Köln.

Schwerer Unfall auf A1 bei Leverkusen FOTO: Miserius, Uwe

"Die Unfallkommission hat sich bei der Frage pro oder contra Tempolimit ausführlich die Statistiken der vergangenen Jahre angeschaut und ausgewertet", berichtet ein Sprecher. Ein Unfallschwerpunkt sei demnach nicht auf dem Abschnitt auszumachen. Dafür bräuchte es eine genau definierte Stelle, an der es immer wieder zu Unfällen kommt. Vielmehr sei es aber so, dass auf der " sehr offenen Autobahn mit drei Fahrstreifen, relativ kurvig und bergab, nicht alle Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit anpassen und in der Folge eine erhöhte Unfallgefahr besteht", schreibt die Bezirksregierung auf Anfrage unserer Redaktion.

Besonders das Gefälle hätte viele Fahrer dazu verleitet, schneller zu fahren. Das ist besonders in Richtung Leverkusener Kreuz nicht ungefährlich. Regelmäßig staut sich dort der Verkehr kilometerweit in Burscheider Richtung. Einem Auffahren von zu schnellen Autofahrern in das Stauende soll das Tempolimit vorbeugen.

Leverkusen: Unfall mit Kleintransporter auf der A1 FOTO: Uwe Miserius

Eine Alternative zur Geschwindigkeitsreduzierung hätte nicht bestanden, sagte ein Sprecher. "Wenn es um eine Geschwindigkeitsbegrenzung geht, gibt es zwei Möglichkeiten: eine bauliche Maßnahme oder ein Tempolimit." Die Entscheidungsträger von Straßen.NRW, der Bezirksregierung Köln und der Autobahnpolizei hätten sich nach intensiven Überlegungen für eine Drosselung der Geschwindigkeit entschieden. Wann die Reglung umgesetzt werden soll, konnte die Bezirksregierung gestern nicht sagen. Es sei aber davon auszugehen, dass die Maßnahme in Kürze in Kraft treten werde.

Quelle: RP
 
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