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Leverkusen
Endlich: Bahn verkauft alte Werkstatthallen

Leverkusen: Endlich: Bahn verkauft alte Werkstatthallen
Auf dem Bild: Unten das Kesselhaus, dahinter die alten Werkstatthallen, darüber das Areal für die Hochschule. Rechts die Gebäude Werkstättenstraße parallel zur Bahnlinie. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das Kölner Unternehmen "Cube Real Estate" will "Loft-Büroflächen" an der Werkstättenstraße installieren. Von Ulrich Schütz

Die Deutsche Bahn hat ihr letztes großes Grundstück in der Bahnstadt Opladen verkauft: die früheren Werkstatthallen plus Bürogebäude und weitere Bauten. Dies berichtet die "Cube Real Estate GmbH" auf ihrer Facebookseite. "Wieder ein neues Projekt - wir freuen uns sehr, heute eine knapp 25.000 Quadratmeter große Liegenschaft in Opladen angekauft zu haben", schreibt das Unternehmen. Damit geht es nicht nur am "Kesselhaus", sondern auch an der letzten noch unbearbeiteten Fläche in der Bahnstadt Opladen weiter. Gleich neben dem Hallenkomplex liegt das Grundstück für den geplanten Bau der Technischen Hochschule Köln.

Die Deutsche Bahn verhielt sich gestern auf unsere Nachfrage zu dem Grundstücksgeschäft überraschend: "Wir wollen diesen Verkauf weder bestätigen noch dementieren", sagte ein Bahnsprecher aus Düsseldorf. Die Veröffentlichung komme zur "Unzeit". Die Bahn werde frühestens am Monatsende oder Anfang Juli dazu etwas sagen.

Dafür plaudert die Käuferfirma durchaus offen und sehr erfreut über das Thema. "Nach mehr als zwölfmonatiger Prüfung und Vertragsverhandlung war es heute (das war der 1. Juni, die Redaktion), soweit und wir haben den Kaufvertrag mit dem Verkäufer (Deutsche Bahn, d. Redaktion) beurkunden können." Damit habe sich das Kölner Unternehmen die letzte Fläche "in einem großen Stadtentwicklungsprojekt" - der neuen Bahnstadt Opladen - gesichert. Cube Real will in den ebenfalls erworbenen Bürogebäuden entlang der Werkstättenstraße "kurzfristig unter dem Arbeitstitel ,Cube Office 574' ca. 5.000 Quadratmeter Loft-Büroflächen" installieren. In der ca. 20.000 qm großen alten Werkstatthalle, wo früher beispielsweise Loks gewartet wurden, soll innerhalb von vier Jahren unter dem Titel "Cube Factory 577" ein Gewerbe- und Wohncampus entwickelt werden: unter anderem mit studentischem Wohnen, normalen Wohnungen, Gewerbefläche, sowie Gastronomie- und Fitnesscenterflächen, teilt das Unternehmen mit. Das Stadtplanungsbüro "Ulrich Hartung", Bonn, wird das Projekt begleiten. Beteiligt wird auch das Architekturbüro "Rotterdam Dakowski" für die Umgestaltung und Planung der Bürogebäude entlang der Werkstättenstraße.

Quelle: RP
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