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Leverkusen
Endlich?!: Baustart für die Ringstraße

Leverkusen: Endlich?!: Baustart für die Ringstraße
Natürlich nur symbolisch schaufelten Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und TBL-Chef Wolfgang Herwig gestern schon mal ein bisschen Dreck. Die eigentlichen Bauarbeiten an der Ringstraße beginnen in wenigen Tagen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Zum Verkehrskonzept unverzichtbar dazu gehört der Ausbau der teils noch nicht erstmals hergestellten Ringstraße zwischen Kleingansweg und Langenfelder Straße. Der beginnt nach langem Polithickhack in dieser Woche. Von Ludmilla Hauser

Im Juni 2016 wird der Verkehr erstmals über die ausgebaute Ringstraße rollen können. Bis dahin wollen die Technischen Betriebe der Stadt (TBL) fertig sein mit den Arbeiten, die gestern von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und Baudezernentin Andrea Deppe per symbolischem Spatenstich eröffnet wurden. Der Bagger stand vorerst nur zur Zierde im Bereich Ringstraße/Kleingansweg. "Zwei Tage brauchen wir noch zur Vorbereitung, dann wird der Bagger die Arbeit aufnehmen", merkte Alexander Deutenberg von der ausführenden Firma Lube & Krings an.

Zu hören war gestern im übertragenen Sinne der Stein, der Hans Kürten - ehemaliger CDU-Ratsherr und Vollblut-Hitdorfer - beim Termin vom Herzen fiel. Vor fünf Jahren hatte Kürten gesagt: "Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich das noch erlebe." Damals ging es um den Spatenstich für die Verlängerung der Ringstraße auf die Hitdorfer Straße. Gestern sagte Kürten den Satz erneut. Und: Die Ringstraße sei bisher ein Trauma gewesen. Und zwar, seit er die Straße kenne. "Und ich kenne sie sehr lange, ich wohne seit fast 90 Jahren in Hitdorf." 1910 sei bei der Flurbereinigung bereits festgelegt worden, dass die Ringstraße Umgehungsstraße werde, hatte Kürten 2010 berichtet.

Auch der Oberbürgermeister stellte gestern salopp im kölschen Jargon fest, es sei höchste "Zick", dass dieser "seit 1918 bestehende durchgehende Nicht-Ausbau der Ringstraße ein Ende hat". Verbunden sei das mit der Umsetzung des Verkehrskonzeptes. "Hitdorf wird einseitig, auf der Hitdorfer Straße, entlastet und auf der Ringstraße belastet. Wir sind uns aber sicher, dass sich der Verkehr 50:50 verteilen wird." Das sieht zumindest das Konzept vor: Wer Richtung Langenfeld fahren wird, soll über die Ringstraße fahren, wer Richtung Rheindorf unterwegs ist, soll die Hitdorfer Straße nutzen. Beide werden jedoch nicht zu Einbahnstraßen. Aber auf beiden wird laut Buchhorn ab kommendem Jahr verschärft Tempo 30 gelten. (Letzteres wird möglich, weil das Land der Umwidmung der Hitdorfer Straße von der Land- zur Gemeindestraße zugestimmt hat). Der Stadtchef ist ebenso davon überzeugt, dass dies in Verbindung mit dem Kreisel Fahnenacker/Langenfelder Straße und dem von der Autobahnbehörde Straßen.NRW 2016 gebauten Kreisel an der Autobahn A 59 zu einer Verkehrsberuhigung in Hitdorf führen wird.

Um die Lärm-/Dreckbelästigung der Ringstraßen-Anwohner möglichst gering zu halten, lassen die TBL immer an zwei Bauschnitten leicht versetzt parallel arbeiten. Insgesamt gibt es sechs Bauabschnitte. Die Gesamtkosten liegen bei 2,1 Mio Euro. TBL-Chef Wolfgang Herwig geht davon aus, dass die Arbeiten in weniger als einem Jahr fertig sind. Dann könnte Kürten wieder sagen: "Dass ich das erleben darf."

Quelle: RP
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