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Leverkusen
Entwicklungshilfe mit Bienen

Leverkusen. Nachhaltiges Handeln am Beispiel von Bienen. So lässt sich das Schulprojekt "Mit Bienen in die Zukunft" von der Gesamtschule Schlebusch, das in diesem Jahr sein achtjähriges Bestehen feiert, beschreiben. Hauptziel ist es, möglichst viele Menschen von der Bedeutung und den Gefahren der Bienen und Blütenpflanzen zu überzeugen. Mittlerweile werden auch Menschen in Nicaragua und Burkina Faso unterstützt. Von Bastian Quednau

Um weitere Spenden für dieses Vorhaben zu sammeln, gab es jetzt auf dem Naturgut Ophoven den Aktionstag "Bienen für eine Welt" für den guten Zweck. In einem Kurs konnten Kinder einen Bienengarten im Kleinformat nachbauen. Wer es etwas musikalischer wollte, konnte sich eine Einführung in das afrikanische Trommeln geben lassen. Später wurden die Ergebnisse der Workshops präsentiert und Spenden für "Mit Bienen in die Zukunft" entgegengenommen.

"Angefangen hat unser Schulprojekt vor acht Jahren, damals mit lokalen Bienenschutzaktivitäten. Mit der Zeit haben wir dann gesehen, wie viel mehr wir noch machen können", erzählt Reinhold Glüsenkamp, Projektleiter und Lehrer an der Schlebuscher Gesamtschule.

"Wir fingen an, uns mehr mit dem Faktor der Nachhaltigkeit zu beschäftigen und haben unseren Blick über Leverkusen hinaus schweifen lassen." Hängen blieb ihr Blick auf Nicaragua, da dort gute Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Bienen herrschten. Dort ließ sich mit dem Imkern noch kein Geld verdienen. Deshalb beschloss man, die ärmeren Menschen vor Ort zu Bienenhaltern auszubilden, damit diese den fertigen Honig verkaufen können.

"Man darf ja nicht vergessen, dass das hier eigentlich ein Schulprojekt aus dem Wahlpflichtfach Naturwissenschaften ist", gibt Glüsenkamp zu bedenken. "Die Schüler können ein bis zwei Jahre an dem Programm mitwirken und geben es dann an den nächsten Kurs weiter."

Einige Jahre nach dem Start des Projektes konnte über den heutigen Projekt-Koordinator Alfred Ouoba der Kontakt zu seinem Heimatland Burkina Faso hergestellt werden, wo sich derzeit sechs Frauen in ihrer imkerlichen Ausbildung befinden. "Wir sind bereits seit zwei Jahren in Burkina Faso tätig. 2014 konnten wir zur Finanzierung einen ersten Scheck bereitstellen", erzählt Glüsenkamp. "Um dies weiterfinanzieren zu können, verkaufen die Schüler Honig aus der Schulimkerei, sowie bienenfreundliche Pflanzen. Aber wir sind auch immer noch auf öffentliche Spenden angewiesen."

Am Ende des Aktionstages konnte Glüsenkamp Ouoba einen weiteren Scheck übergeben. "Es hilft uns dabei, professioneller zu werden", sagte Ouoba. "Wir können den Frauen nun mehr Bienenstöcke zur Verfügung stellen. Und drei bis vier weitere von ihnen haben dadurch die Möglichkeit, von den Frauen, die schon weiter sind, zu lernen".

Quelle: RP
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