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Leverkusen
Ermittlungsverfahren: Feuerwehrleute entlassen

Leverkusen. Die beiden Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr Leverkusen, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt hatte, sind jetzt entlassen worden. Den Beamten war vorgeworfen worden, während der Opladener Bierbörse 2015 gegenüber einer jungen Frau sexuell übergriffig geworden zu sein. Sie waren bereits im August vom Dienst suspendiert worden.

Einer der Männer, die damals 25 und 27 Jahre alt waren, soll in einem Rettungswagen eine Frau sexuell genötigt haben, während der Kollege am Steuer saß. Die Rettungskräfte sollen zwei Frauen (Anfang 20) am Rande der Bierbörse kennengelernt haben, hieß es damals bei der Staatsanwaltschaft. Die Übergriffe auf eine der Frauen sollen sich in Köln abgespielt haben. Die andere Frau soll währenddessen neben dem Fahrer gesessen haben.

Im Oktober war das Ermittlungsverfahren von der Staatsanwaltschaft Köln "wegen fehlenden Tatnachweises eingestellt worden. Die dienstrechtlichen Verfehlungen zogen darüber hinaus ein Disziplinarverfahren nach sich", heißt es von der Stadt. Denn dadurch, dass die Männer zwei Personen "ohne dienstliche Veranlassung" im Rettungswagen mitnahmen, hätten sie schuldhaft ihre Pflichten verletzt. Die Beamten hätten den Rettungswagen zum "Anmachmobil" umfunktioniert und so erstens ihre dienstlichen Verpflichtungen völlig außer Acht gelassen und zweitens "das Vertrauen der Bevölkerung in einen korrekt und einwandfrei agierenden Rettungsdienst" und daher in ganz erheblichem Maße das Ansehen ihres Dienstherrn geschädigt.

Im Verlauf des Disziplinarverfahrens hätten die Rettungsassistenten um die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis gebeten, meldet die Stadt: "Dadurch erübrigte sich eine disziplinarrechtliche Entfernung aus dem Dienst. Beide Beamten haben inzwischen ihre Entlassungsurkunden bekommen."

(LH)
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