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Leverkusen
Erste Kritik direkt nach Start des Einbruchsradars

Leverkusen. In der vergangenen Woche zählte die Polizei in Köln und Leverkusen zusammen 76 Einbrüche. Zehn Mal schlugen Täter in Leverkusen zu. Das zeigt der Einbruchsradar, den die Polizei gestern veröffentlicht hat. Er wird nun jeden Montag aktualisiert.

Wo genau die Täter vom 4. bis 10. April zuschlugen, ist allerdings nur für genaue Kenner der Leverkusener Stadtkarte ersichtlich. Denn die veröffentlichte Übersicht hat eine so schlechte Auflösung, dass sie nicht mehr als eine grobe Orientierung nach Nord, Süd, West und Ost bietet. Etwas besser wird die Darstellung auf der Facebook-Seite der Polizei. Um die Karte sehen zu können, müssen Bürger jedoch bei Facebook angemeldet sein. Und auch dort hagelt es Kritik: "Die Karte ist etwas für die Tonne", "Völlig unbrauchbar", "Eine Karte, in die ich nicht in mein Stadtviertel hineinzoomen kann, bringt mir keinerlei Information", schreiben Facebook-Nutzer.

Ratsherr Friedrich Busch (FDP) fordert ebenfalls: "Die Polizei muss baldmöglich die Karte so gestalten, dass Einbruchsorte konkreter erkennbar sind. Nur so kann der Nutzen eines Einbruchradars effektiv erreicht werden." Die Polizei rechtfertigt sich bei Facebook: "Aus datenschutzrechtlichen Gründen können wir leider keine zoombare Karte veröffentlichen."

Dabei macht die Polizei Rhein-Berg vor, wie es besser geht: Sie veröffentlicht zwar auch keine Straßennamen, dafür deutlich größere Übersichtskarten, die tatsächlich Anhaltspunkte liefern. Schließlich erhoffen sich die Beamten durch das neue Instrument Hinweise zu verdächtigen Personen und Autos. Im März hatte das NRW-Innenministerium aufgrund der hohen Einbruchszahlen entschieden, den Einbruchsradar im Kampf gegen überregional agierende Einbrecherbanden flächendeckend einzuführen.

www.polizei.nrw.de/koeln/

(sef/sug)
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