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Leverkusen/Köln
Erzbistum beauftragt Laien mit Bestattungsfeiern

Leverkusen/Köln. Neun Laien dürfen jetzt erstmals als Ehrenamtliche im Erzbistum Köln Bestattungen übernehmen. Rainer Maria Kardinal Woelki hat die Frauen und Männer beauftragt, in ihren Pfarreien im Dekanat Bergisch Gladbach, im Kreisdekanat Gummersbach und im Dekanat Hürth künftig ehrenamtlich eigenständig Wortgottesdienste zu halten und Verstorbene zu bestatten.

"Die Trauer- und Bestattungskultur befindet sich im stetigen Wandel. So gibt es neben dem Trend der anonymen Bestattung zunehmend das Bedürfnis nach individueller Gestaltung des Abschieds. Angesichts dieses Wandels will das Erzbistum Köln verstärkt dafür sorgen, dass Sterbende begleitet, Trauernde nicht allein gelassen und Tote würdevoll bestattet werden", heißt es aus Köln.

Die Ehrenamtlichen haben dafür eine kompakte Ausbildung absolviert, während der sie sich unter anderem mit dem Umgang mit Sterben, Tod und Trauer beschäftigt haben und sich mit der gewandelten Bestattungskultur auseinandersetzten. Bestandteil waren auch "Inhalte der christlichen Theologie von Tod und Auferstehung, den Ablauf der kirchlichen Begräbnisfeier und Grundzüge des Bestattungsrechts". Die Neun können ein Trauergespräch führen und gestalten und haben auch geübt, wie man eine Traueransprache hält. Zum Ausbildungsende gab's eine Urkunde und das Manuale, das liturgische Buch, das Grundlage der kirchlichen Begräbnisfeier ist.

Künftig sollen weitere Ehrenamtliche ausgebildet werden. Interessierte können sich dafür über ihren leitenden Pfarrer anmelden.

(LH)
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