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Leverkusen
Erzbistum: Kirchensteuer steigt um fünf Prozent

Leverkusen. Das Erzbistum Köln rechnet für das Jahr 2015 mit einem Anstieg der Brutto-Kirchensteuererträge um rund fünf Prozent gegenüber dem Jahr 2014, wie das Erzbistum mitteilt und gleich einen Grund dafür angibt: die anhaltend stabile Konjunktur bei hoher Beschäftigung und steigenden Lohneinkommen. Von Ludmilla Hauser

Ein Aber gibt es auch: Die für die Aufgabenerfüllung verfügbare Kirchensteuer werde nur in geringerem Umfang steigen, denn Verrechnungszahlungen an andere Bistümer und Hebegebühren der Finanzverwaltung reduzierten die Brutto-Erträge um gut ein Viertel von rund 800 auf ca. 590 Mio. Euro pro Jahr. Zudem belasteten wachsende Vorsorgeaufwendungen den Etat. Und mittelfristig muss sich das Erzbistum auch auf die Folgen der demografischen Entwicklung einstellen: Die Zahl der Mitglieder wird sinken (und tut dies schon jetzt, wir berichteten). Dafür will die Kirche in Köln rechtzeitig gewappnet sein. Der Finanzdirektor des Erzbistums, Hermann J. Schon, sagt: "Die demografische Entwicklung ist vom Erzbistum sicherlich nicht zu beeinflussen. Es bleibt aber unsere Aufgabe, die frohe Botschaft unermüdlich zu den Menschen zu tragen. Gerade die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zeigen, wie nötig christliches Handeln und christliche Werte für die Gesellschaft sind. Damit wir dies verlässlich schaffen, planen wir vorausschauend und bilden Reserven für unsere langfristigen Verpflichtungen."

Für die Planungen setzt das Erzbistum auf wissenschaftliche Projektionen zur Mitglieder- und Beitragsentwicklung. Rückblickend hat das Erzbistum in den vergangenen 15 Jahren real bereits einen Ertragsrückgang zu verzeichnen. Die Projektion bis zum Jahr 2030 geht von einem Rückgang der Erträge von derzeit rund 580 Mio. Euro auf etwa 490 Mio. Euro aus, meldet Köln.

Quelle: RP
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