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Leverkusen
EVL senkt Gaspreise und beklagt immer höhere Staats-Abgaben

Leverkusen: EVL senkt Gaspreise und beklagt immer höhere Staats-Abgaben
Rolf Menzel, Chef der EVL moniert die immer höheren Staats-Ausgaben. FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. Kunden mit einem Vertrag vor 2015 und einem durchschnittlichen Gasverbrauch von jährlich rund 20.000 Kilowattstunden sparen künftig bei der Energieversorgung Leverkusen (EVL) je nach Tarif bis zu 72 Euro oder 5,4 Prozent pro Jahr. Um 0,36 Cent pro Kilowattstunde soll hier der Preis sinken. Von Peter Korn

Doch auch in den aktuelleren Tarifen ab 2015 werde die EVL den Arbeitspreis zum 1. April um 0,25 Cent pro Kilowattstunde verringern, teilte Geschäftsführer Rolf Menzel gestern mit. Für den besagten 20.000-Kilowattstunden-Haushalt mache das eine Ersparnis von bis zu 50 Euro oder 3,7 Prozent aus. Mit den Tarifanpassungen reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf gesunkene Beschaffungskosten.

Deutlich komplizierter ist laut Menzel dagegen die Preisgestaltung beim Strom: Hier sei zwar der Arbeitspreis aufgrund niedrigerer Beschaffungskosten ebenfalls gesunken, der Grundpreis jedoch gestiegen. "Beim Strom besteht der Preis inzwischen zu mehr als 75 Prozent aus staatlich regulierten Netzentgelten sowie Steuern und Abgaben", führte Menzel aus. Dies führe dazu, dass der Arbeitspreis für Strom bei den seit Anfang 2015 angebotenen Tarifen zwar um rund 0,2 Prozent gesunken sei (bei den älteren Tarifen gar um 0,6), der Kunde jedoch meist mehr bezahlen müsse, denn: "Der Grundpreis muss angepasst werden, da sich die staatlich regulierten Netzentgelte seit dem 1. Januar 2013 - dem Zeitpunkt der letzten EVL-Preisanpassung - mehr als verdoppelt haben. Im Leverkusener Netzgebiet lagen die Netzentgelte im Jahr 2013 für einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bei rund 48 Euro. 2016 sind es rund 110 Euro", rechnet der Geschäftsführer vor. Daher steigen die Stromkosten für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunde in den seit Anfang 2015 nicht mehr angebotenen Tarifen auf rund 1,14 Euro oder 1,4 Prozent pro Monat. Wer in diesen beiden Tarifen rund 5.000 Kilowattstunden pro Jahr verbrauche, dessen Rechnung sinke durch die Preisanpassung sogar um 0,5 Prozent, betont die EVL.

In den kommenden Tagen will die EVL ihre Kunden ausführlich per Brief über die Preisänderungen informieren. EVL-Mitarbeiter sind aber auch im City Point oder am Telefon unter 0214/8661 661 persönlich ansprechbar.

Quelle: RP
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