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Leverkusen
Experten gaben Tipps rund um Gesundheit, Pflege und Hilfsmittel

Leverkusen. Unter dem Zeichen der Hygeía, der griechischen Göttin der Gesundheit, stand der Samstag in Leverkusen. Gleich an zwei Orten konnten Interessierte nützliche Tipps ergattern. Im Forum besuchen gegen 10.30 Uhr bereits rund 70 Menschen die Pflegemesse - die erste ihrer Art in Leverkusen - im 1. Stock. Unter ihnen Katharina Stamm und Christel Bockskopf. Beide gehen auf die 90 zu. "Wir haben eine kleine Stufe an der Dusche", erzählt Stamm. "Wir müssen schauen, wie wir das ebenerdig bekommen." Von Tobias Brücker

Neugierig klappt die 86-Jährige den Deckel einer ausgestellten Toilette nach oben. Deutlich höher als normale Schüsseln ist diese an der Wand montiert. "So um die zehn Stück" werden im Jahr durch Karl-Heinz Sonntag und dessen kleinen Meisterbetrieb montiert, sagt er. Der Clou: Nicht nur in der Höhe unterscheiden sich die WCs.

Das Premiummodell desinfiziert sich selbst und spült zudem den Popo mit warmen Wasser sauber - Klopapier überflüssig. Das ist zwar keine Neuheit, doch in vielen Haushalten nicht Gang und Gäbe. So müssen für das schicke Modell auch 4700 Euro eingerechnet werden. "Das geht bis zu 10.000 Euro hoch", erzählt Gebäudetechniker Marcus Sieger.

Derweil im Klinikum: Mit einem Lächeln verlässt Thomas Lübke, Leiter der Klinik für Gefäßchirurgie, den Behandlungsraum. Am bundesweiten Gefäßtag konnten sich Patienten unter anderem bei dem 48-Jährigen durchchecken lassen. An diesem Vormittag besonders im Fokus: die Bauchschlagader. Vereinfacht gesagt, leitet sie das Blut als große Autobahn in die unteren Bereiche des Körpers. "Durch unsere moderne Lebensweise nehmen die Gefäßkrankheiten zu", betont Lübke. Normalerweise misst die Bauchschlagader zwei Zentimeter in ihrer Breite. Schwillt sie durch Krankheit auf fünf Zentimeter an, kann sie platzen - Lebensgefahr.

Einen Erfahrungsaustausch für Erkrankte und Angehörige ist in einer eigenen Selbsthilfegruppe möglich, berichtet Horst Stomberg, der dort selbst Mitglied ist. Regelmäßig treffen sich rund zwölf Mitglieder oder treiben Sport in einer Gymnastikgruppe, die bereits 20 Leute begeistert. "Man unterhält sich nicht nur über die Krankheit, das soziale Miteinander ist wichtig", sagt Stomberg.

Quelle: RP
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