| 15.23 Uhr

Opladen
Extra-Ticket für Noahs Arche

Opladen. Schauspieler der Marienschule Opladen präsentieren eine fabelhafte Reise auf den Spuren einer bekannten biblischen Geschichte. Darin spielen drei Pinguine die Hauptrollen. Von Monika Klein

Ach, zu Hause war es schön, da wusste man immer genau, was als nächstes passieren würde, nämlich nichts. Im Bauch des großen Schiffes, das nach Teeranstrich riecht, träumen sich drei Pinguine zurück in ihre eisige, schneebedeckte Heimat. Vergessen sind die Streitereien, die sie dort wegen allem und nichts aus reiner Langeweile begannen. Doch jetzt haben sie ein echtes Problem. Die Sintflut hat die Erde überspült, die Pinguine hatten Glück, denn sie bekamen ein Extraticket für Noahs Arche. Genau genommen gilt es nur für zwei von ihnen, die den Freund aber nicht alleine lassen wollten und ihn darum als blinden Passagier in den schwimmenden Kasten geschmuggelt haben.

Botschaft für alle Altersgruppen

Marienschüler haben sich das Kinderbuch "An der Arche um Acht" von U Hub und J Mühle vorgenommen und ihre Variante der Geschichte geschrieben. Ein halbes Jahr lang haben sie sich freiwillig nachmittags getroffen, um das Stück auf die Bühne zu bringen. Nächste Woche spielen sie "Eine Reise der Pinguine – mal anders" in der Schulaula für kleine und große Zuschauer, denn die Botschaft dieser fabelhaften Reise auf den Spuren einer sehr bekannten biblischen Geschichte ist für alle Altersgruppen gedacht.

Umgesetzt wird sie von Jugendlichen, die der Theater AG der Stufe elf entwachsen sind, aber von der Bühne nicht lassen können. Weitgehend in Eigenregie haben die sechs Schülerinnen inszeniert, Rollen verteilt beziehungsweise noch dazu geschrieben. Mitspielen durfte zudem eine kleine Schwester, die zehnjährige Sophia Abtahi, die in stumme Tierrollen schlüpft. Jasmin Kirchhübel, Caterina Hungenberg und Jennifer Lemm sind die drei liebenswerten Pinguine, die so ihre Zweifel am unsichtbaren Gott haben und sich wie Kinder regelmäßig streiten, um doch füreinander da zu sein, wenn es darauf ankommt. Ganz in Weiß und mit Federboas aufgeplustert mimt Soraya Abtahi die resolute Taube, auf der die gesamte Verantwortung für die Organisation der Rettungsaktion lastet. Unterstützt nur durch das Schnabeltier (Jennifer Schollmeyer), das hier die Aufgaben einer Sekretärin übernimmt. Der gute alte Noah taucht erst ganz zum Schluss auf, um eindringlich die eigentliche Botschaft des Stückes zu vermitteln. Kathrin Schmitz begnügte sich mit dem Kurzauftritt, denn sie führte außerdem Regie.

Damit der Südpol in kühlem, blaugetönten Licht erscheint, die Scheinwerfer zu den kurzen Szenenschnitten pünktlich aus- und wieder angehen, der Regenbogen pünktlich erscheint und diverse Sounds die Handlung ergänzen, braucht die Produktion eine verlässliche Technik: Marcel Haag und Tobias Siefen. Der Einsatz hat sich gelohnt. Es ist eine wunderschöne kompakte Produktion geworden, die vom Engagement und der überzeugenden Bühnenpräsenz der Darsteller lebt.

Quelle: RP
 
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