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Leverkusen
Fahrradhelme sind im Trend

Leverkusen: Fahrradhelme sind im Trend
FOTO: dpa
Leverkusen. Die Hersteller von Helmen gehen mit der Zeit, der Technik und treffen den Geschmack der Kunden immer öfter. Zubehör ist zudem unverzichtbar.

Vorbei ist es mit schweren, klobigen Helmen - heute muss es auf dem Fahrrad cool, bunt und leicht zugehen. Sehen und Gesehenwerden, das gilt auch für die Sicherheit auf dem Zweirad. Voll im Trend liegen auch Klingeln: Mit einer peppigen Glocke am Lenker wird das Fahrrad erst schön. Bei Kindern sind Figuren von Disney und Co. sehr beliebt. "So stehen viele Mädchen zurzeit besonders auf die ,Eiskönigin'", berichtet Anne Lang vom Fahrradladen Kleefisch in Langenfeld. Die Helden aus den Kinderzimmern - von Janoschs Tigerente über Capt'n Sharky bis zu Prinzessin Lillifee - zieren aber auch Fähnchen, Fahrradtaschen, Sattelschutz und Helme. Selbst Schlösser gibt's zum Beispiel in Form eines rosa Prinzessinnen-Herzen.

Unter Jugendlichen und Erwachsene sind Glocken als Hingucker ebenfalls gefragt. Eher was für Ihn sind die durchsichtigen in knalligen Farben, die den Blick auf den Klingelmechanismus freigeben. Für Sie mag es eine der großen Klingeln mit apartem Blümchen-Dekor sein, ob in Türkis, Creme oder Lila.

Bei den Helmen gilt: "Das Material ist bis heute gleich geblieben: Polycarbonat", betont Christian Groterath vom Fahrradhandel "2rad Lampenscherf". Was am Kopf für Sicherheit sorgen soll, muss nach außen noch weitere Zwecke erfüllen. Hier einige Beispiele:

Helm von Casco, 69,95 Euro Auch ein Fahrradhelm sollte individuell sein. Daher kann dieser, je nach Geschmack, mit verschiedenfarbigen Bändchen bespannt werden. 21 Farben stehen zur Auswahl. Weiterer Clou: Der Helmverschluss muss nur einmal eingestellt werden und passt dann immer. "Besonders Senioren wünschen sich oft einfache Verschlüsse" und ein eher schlichtes Aussehen, weiß Groterath.

Helm von Uvex (rot), 139,95 Euro Was als Erstes auffällt: Dieser Helm hat einen Heckspoiler. Ob man damit auch schneller fährt? "Alles nur Show", verrät der Fachmann. Aber genau darauf komme es heute an, neben Funktionalität steht das Aussehen im Mittelpunkt. "Seit die Helme leichter, stylischer und modischer geworden sind, verkaufen wir viel mehr Exemplare", sagt der 33-jährige Fahrradhändler und sieht das nicht nur auf geschäftlicher Ebene positiv: "Der Schutz ist natürlich wichtig für Fahrradfahrer." Auch er selbst fährt nur mit Helm.

Visier-Helm von Uvex, 119,95 Euro Ein Helm mit Durchblick: Bei bis zu 50 km/h auf dem E-Bike sorgt diese Helmgeneration für den Schutz der Augen vor Wind und Kleinstgetier.

Helm von Abus, 119,95 Euro Ein Helm, der auffallen will. In glänzendem Silber gehalten kann man ihn auch als Lifestyle-Accessoire sehen. Denn zur Außenhaut aus Aluminium liefert der Hersteller das passende Fahrradschloss mit gleichem Material und nennt das ganze "Urban-Serie". Der mit Klettverschluss befestigte Schirm ist Sonnenschutz als Stilelement. Die an der Rückseite integrierte Lampe ist praktisch. Magnete sorgen für schnelles Öffnen und Schließen.

Helm von Cratoni (blau), 149,95 Euro Als die Internet-Generation begann, alles zu filmen und ins Netz hochzuladen, hat auch die Industrie reagiert. Und so wartet dieser Helm mit seinem knalligen Blau und mit einer Kamerahalterung auf, um die Erlebnisse auf dem Drahtesel mit Freunden und der ganzen Welt teilen zu können. Ebenfalls praktisch: Ein kleiner Haken auf der Rückseite bietet dem Brillenband Halt, wenn es wild bergab geht.

Trotz unterschiedlichster Formen, Farben und Accessoires haben die Helme von heute eines gemeinsam: Sie sind alle sicher.

Das weiß auch Anne Lang. Daneben sieht sie vor allem die "neongelben Helme der Marke Uvex im Trend". Diese seien luftdurchlässig, für das E-Bike geeignet und "vor allem auffällig", betont die Drahtesel-Expertin. Ihrer Erfahrung nach sollten Helme "schön bunt sein, nach hinten oder vorne spitz zulaufen und dürfen zwischen 30 und 120 Euro kosten." Wer Geld übrig hat kann aber auch mehr investieren. Bis zu 250 Euro kostet etwa ein Helm aus Carbon. Übrigens kämen Eltern oft erst zum Helmkauf, wenn ihre Kinder fragen, warum nur sie einen Fahrradhelm tragen müssen, erzählt Christian Groterath.

(höv/gut)
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