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Leverkusen.
Falsche CD: Hörspielnacht-Auftakt ging gründlich in die Hose

Leverkusen.. Der Start in die Hörspielnacht im Rahmen des "Morsbroicher Sommers" ging diesmal gründlich schief. Von Gabi Knops-Feiler

Doch der Reihe nach: Rund 300 Hörer, darunter Stephan Sumerauer und Caroline Figge aus Köln-Nippes, hatten es sich am Samstag auf Camping-Stühlen und auf Decken, mit Speisen, Getränken, ja sogar mit Kerzen so richtig gemütlich gemacht. Sie alle warteten gespannt auf das Krimi-Hörspiel "Volksfest" des österreichischen Autors Rainer Nikowitz.

Suchanek, die Hauptfigur in dessen erstem Kriminalroman, ist aber kein Polizist oder Detektiv. Er ist 33, arbeitslos und schon gescheitert. Nun soll er für mehrere Tage das Haus seiner Eltern zu hüten und wird gleich in der ersten Nacht beim Kiffen auf dem Balkon Zeuge einer Mordserie. Am Ende werden die Morde aufgeklärt. Und zwar von Suchanek. Zum Audiotrip gab es Lifemusik mit Jazzpianist Mike Herting und den Mitgliedern des Global-Music-Orchestra Theresia Philipp (Saxofon und Flöte), Issa Sow (Gesang und Tanz), Pape Samory Seck (Percussion) sowie Reza Askari (Bass) - dem ersten Musiker, der an zwei Tagen in Folge beim Morsbroicher Sommer agierte, nachdem Askari erst am Vorabend mit der Gruppe "Madras Special" zu Gast war.

Die Besucher aus Köln waren bereits zum achten Mal bei der Hörspielnacht zu Gast, weil sie die Atmosphäre, das Publikum und die Möglichkeit der Selbstverpflegung besonders schätzen.

Doch statt das Hörspiel wie bislang immer von Anfang zu hören, begann das Programm gleich mit dem zweiten Fall. "Ein technischer Fehler", informierte KulturStadt Lev-Organisatorin Anke Holgersson die Zuhörer. "Es sind zwei getrennte Fälle, so dass sie auch einzeln zu hören sind", erklärte der für Hörspiele zuständige WDR-Redakteur Georg Bühren. Während sich ein auf die Schnelle einberufener "Krisenstab" um Bühren und Holgersson um eine Lösung bemühte, blieb das Publikum gelassen und lauschte dem zweiten Teil der Erzählung. Man freue sich, dass die Stadt Leverkusen immer wieder zur Hörspielnacht einlade, sagte Bühren am Rande der Veranstaltung, sie genieße beim WDR hohen Stellenwert. "Wir würden gerne weitermachen", erklärte Bühren dann noch.

Inzwischen waren etwa zehn Minuten vorbei und das Problem war behoben. Besucher Sascha Rabsilber aus Burscheid konnte den Abend retten. Er hatte den fehlenden Teil aus dem Internet runtergeladen, auf sein Smartphone gespielt und an die Lautsprecheranlage angeschlossen. Holgersson entschuldigte sich "tausendmal" bei den "lieben Zuhörern" und beschloss: "Wir starten lieber nochmal von vorne und sparen an der Zugabe."

Quelle: RP
 
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