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Leverkusen
FDP regt an: Ladenlokale zu Wohnraum umbauen

Leverkusen. Das Thema Wohnraum spielt in der Politik von Oberbürgermeister Uwe Richrath eine große Rolle, er hatte 2015 angekündigt, bezahlbaren Wohnraum schaffen zu wollen. "In meiner Zeit als Oberbürgermeister sollen in Leverkusen 1000 zusätzliche Wohnungen gebaut werden", hatte der neue Stadtchef vor dem Stadtrat im November angekündigt.

Zu seiner 100-Tage-Bilanz im Februar hatte Richrath einen Zwischenstand genannt: "Die Bauanträge für 200 Wohnungen, übers ganze Stadtgebiet verteilt, werden derzeit bearbeitet."

Die FDP-Ratsgruppe hat eine weitere Idee, wie in der Stadt, in der Grundstücke ein knappes Gut sind, mehr Wohnraum geschaffen werden kann: "Wir wollen auch unkonventionelle Wege denken, um mehr bezahlbaren Wohnraum in Leverkusen zu schaffen", sagt Monika Ballin-Meyer-Ahrens, Ratsgruppensprecherin der FDP. In Leverkusen gebe es in vielen Stadtteilen vor allem in älterem Immobilienbestand und in vielen Nebenstraßen kleinere Ladenlokale und Büroeinheiten. "Vornehmlich finden sich diese in Wohnquartieren, die in den 1950er bis 1970er Jahren gebaut worden sind. Man ging davon aus, dass sich Anwohnerinnen und Anwohner um die Ecke mit Dingen des täglichen Bedarfes versorgen würden", erläutert die Liberale. Aus wirtschaftlichen Gründen seien diese Läden heutzutage nicht mehr vermietbar.

Gleichzeitig gebe es eine extrem niedrige Leerstandsquote im Wohnungsbestand und hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. "Deshalb möchten wir die Immobilienbesitzer aufrufen, diese Ladenlokale, wo immer möglich, in Wohnraum umzuwandeln und entsprechende Bauanträge an die Stadt zu schicken. Diese hat eine wohlwollende Prüfung zugesagt. Und eine solche Investition wird sich in einer Zuwanderungsregion wie Leverkusen rechnen", ergänzt Uwe Bartels, baupolitischer Sprecher der FDP-Ratsgruppe.

(LH)
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