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Leverkusen.
Süßes und Saures beim Kirmesumzug

Sommer-Karneval in Bürrig: So schön war der Umzug
Sommer-Karneval in Bürrig: So schön war der Umzug FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen.. In Bürrig säumten gestern wieder tausende Besucher die Straßenränder: Die traditionelle und farbenprächtigen Parade des Junggesellen-Klubs J.G.K. Fidelio umfasste rund 520 Personen und zog drei Kilometer weit durch den Ort. Von Gabi Knops-Feiler

Kirmes in Bürrig ist Tradition und Kult zugleich. Das gilt natürlich noch mehr als alles andere für den Kirmesumzug des Junggesellen-Klubs J.G.K. Fidelio, der seit mehr als 40 Jahren aus dem Geschehen nicht wegzudenken ist. Gestern beteiligten sich 520 Personen einschließlich 180 Kinder am fröhlichen Stelldichein. Während tausende Zuschauer der bunten Karawane vom Wegesrand zujubelten, teilten Mitwirkende in bunt schillernden Kostümen oder von farbenprächtigen Wagen mit vollen Händen aus. Es gab Blumen und Bälle, aber auch Süßes und Saures für die Passanten. Zufrieden und mit prall gefüllten Taschen kehrten am Ende nicht nur die elfjährigen Kinder Lorena und Marco nach Hause zurück.

Die Fidelio-Jugend und Zachäus Stephan Scheck eröffneten die heitere Parade in Höhe der Sankt Stephanus-Kirche mit leichter Verspätung. Hinter dem Kirmespatron - er ist Jugendwart des Löschzugs 13 der Freiwilligen Feuerwehr Bürrig, die wiederum im nächsten Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum feiert - hatte sich Maikönigin Jennifer Opel eingereiht. Die junge Frau verteilte langstielige Rosen aus einem Cabrio, ehe 26 weitere Gruppen folgten.

Sommerkarneval: Festumzug in Bürrig 2014 FOTO: Ralph Matzerath

Zum fünften Mal dabei waren beispielsweise rund 30 Männer, Frauen und Kinder vom "Missionswerk Rheinischer Frohsinn" aus Manfort, die sich selbst als "Pseudo Karnevalsgesellschaft" bezeichnen und vor allem wegen guter Kontakte nach Bürrig gekommen waren. Seine Premierenteilnahme feierte dagegen der Fußballverein VfL Leverkusen, dessen kleine Kicker sich schon seit Stunden auf ihre Teilnahme am Umzug freuten. "Heute Morgen um sieben Uhr hat mich mein Sohn geweckt und gesagt, dass wir losmüssen", erzählte ein Vater. Es folgten unter anderem Schützen aus Bürrig, Geselligkeitsvereine aus Rheindorf und Hitdorf, Karnevalsvereine aus Wiesdorf mit dem neuen designierten Karnevalsprinzen oder Ortsgruppen wie die "Bürriger Hexen". Und alle strahlten irgendwie mit der Sonne um die Wette.

Indes fehlten rund 200 Menschen gegenüber dem Vorjahr, darunter Gruppen wie die Schlebuscher Clowns oder die "Feierabend"-Kleingärtner, die mehr als 30 Jahren dabei waren. "Weil die Ferien längst vorbei sind, hatten wir eigentlich mit mehr gerechnet", gestand Pressesprecherin Nicola Thum und bedauerte das Fernbleiben einiger auch deshalb, weil der Umzug als absoluter Höhepunkt im Jahreskalender von Fidelio Bürrig gilt, auf den sich schon Monate im Voraus alle Aktivitäten konzentrieren.

Wer nicht fehlte, war Hahnekönigin Magdalena Annison, die mit Prinzgemahl Michael in einer von zwei Rappen gezogenen Kutsche Platz genommen hatte und die Runde durch den Ort zum Abschluss ihrer Regentschaft sichtlich genoss. Nach einer Stunde und nahezu drei Kilometern Zugweg war die Kirche erneut das Ziel. Dort warteten inzwischen zahlreiche Ehrengäste wie Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) und sein Herausforderer Uwe Richrath (SPD) auf die Rückkehrer. Heute wird die Spätkirmes mit Hahneköppen fortgesetzt.

Bilder vom Umzug in Bürrig 2015 sehen Sie hier. 

Quelle: RP
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