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Leverkusen/Leichlingen
Firmenchefs denken wieder an ihre Zukunft

Die Wirtschaftssenioren Rhein-Berg stellten im zu Ende gehenden Jahr fest, dass sich die gute konjunkturelle Lage in der Art der Anfragen widerspiegelte: So beschreibt es deren Sprecher Paul Mutz.

"Vielfach wurden wir zu geschäftsbegleitenden Themen befragt, Unternehmensanalysen wurden in Auftrag gegeben, Schwachstellen entdeckt und Verbesserungspotenzial aufgezeigt. Nicht selten wünschten die Auftraggeber eine kritische Betrachtung der Organisation und Produktionsprozesse", bilanziert Mutz.

Knackpunkte seien in vielen Unternehmen in der Region die Vertriebsorganisation, Kundengewinnung und Kundenstruktur. "Bedauerlicherweise wird dieser Bereich in wirtschaftlich guten Zeiten gerne vernachlässigt. "Es läuft ja alles. Wir haben doch genügend Aufträge. Gerade in dieser Situation sollte sich der verantwortungsvolle Unternehmer der erwarteten Entwicklung der nächsten fünf Jahre widmen", rät Mutz. Nach Beobachtung der Wirtschaftssenioren betrieben viele Firmen ihr Geschäft ohne konkrete Unternehmensziele. "Das ist eine erschreckende Erkenntnis aus unserer Beratungstätigkeit. Diese Defizite finden wir sowohl bei kleinen Einzelunternehmen als auch bei mittelständischen Metall- und Kunststoffverarbeitern", berichtet Mutz.

Die Wirtschaftssenioren hätten aber auch Unternehmer kennengelernt, die ihre Nachfolgeregelung bereits bei der Firmengründung festgelegt hätten. Mutz: "Die nachwachsende Generation frühzeitig in die Zukunftsentwicklung des Unternehmens einzubeziehen, zeigt unternehmerische Weitsicht und Verantwortung." Allerdings seien solche Fälle eher selten.

Sich rechtzeitig für die Zukunft des Unternehmens aufzustellen, die Entwicklung zu planen und Ziele anzupeilen sei nicht nur aus Sicht des Mandanten der richtige Schritt. Es bereite auch den Wirtschaftssenioren viel Freude, betont der Sprecher. Denn die berufserfahrenen Berater in der Arbeitsgemeinschaft der Wirtschaftssenioren sähen sich gerne gefragt beispielsweise bei der Erarbeitung von Stärken-Schwächen-Analysen oder bei Hilfestellungen, um Veränderungsprozesse in Gang zu setzen. Parallel dazu entlasteten die Berater die Geschäftsführer, die im operativen Tagesgeschäft wenig Freiraum fänden, sich mit Untersuchungen und Plänen zu beschäftigen.

(gt)
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