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Leverkusen
Formationstanzen à la James Bond

Leverkusen. Beim Formationsturnier der Oberliga I West Latein traten am Samstag in der Smidt-Arena acht Teams gegeneinander an. Von Julia Bertenburg

Der Tag hatte für die Teams früh begonnen. Schon morgens waren sie angereist, um sich mit den Begebenheiten der Halle vertraut zu machen. Jede Formation hatte 15 Minuten Zeit, um die Tanzfläche kennenzulernen und zu testen. Danach hieß es vor allem für die Damen: Ab vor den Spiegel für das aufwendige Schminken und Frisieren der Haare. "In vielen Teams sprühen sich die Frauen die Haare schwarz ein, wofür es dann eine extra ,Färbekabine' gibt", verriet Marlene Claren, zweite Vorsitzende der Leverkusener Tanzsportgemeinschaft (TSG). Die Damen der TSG verzichteten mittlerweile aber darauf.

Haarfarbe hin oder her - die Zuschauer waren beeindruckt von der Ästhetik, den schillernden Kostümen, der mitreißenden Musik und dem Streben nach perfekter Synchronität. Die acht Formationen der Oberliga West I Latein traten in der Smidt-Arena zu ihrem ersten Turnier der Saison an. Gastgeber war das Team der Tanzsportgemeinschaft Leverkusen/Tanzraum Köln, das sich gegenüber Formationen aus Aachen, Düsseldorf, Langenfeld, Mönchengladbach, Moers, Neuss und Wickrath behaupten musste. Während die Tänzer ihre jeweils sechsminütigen Choreografien zeigten, die die fünf Lateintänze Samba, Rumba, Cha-Cha-Cha, Jive und Paso Doble in sich vereinten, wurden sie vom Publikum mit frenetischem Jubel und Applaus unterstützt.

Das Team der TSG Leverkusen/Tanzraum Köln zeigte mit seinen sechs Paaren eine Choreografie, mit der Litauen bei der Weltmeisterschaft 2008 angetreten war. Dazu passend erklang ein Arrangement von diversen James-Bond-Titelsongs. Die Herren tanzten ganz "Bond-like" in schwarzen Anzügen mit Fliege, ihre Partnerinnen in schwarzen Kleidern sowie glitzernden BHs und Accessoires.

Fünf Wertungsrichter beurteilten die Auftritte der Formationen, dabei achteten sie auf vier Kriterien: "Wir schauen einmal darauf, ob Choreografie und Musik im Einklang sind. Zudem bewerten wir die tänzerische Leistung, also die technischen Aspekte", erläuterte Michael Kohnen vom Wertungsgericht. Die beiden anderen Punkte seien die Ausführung der Choreografie sowie Durchgängigkeit und Charakteristik.

"Wir sind sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Es ist gut gelaufen", befand das Tanzpaar Julia Welter und Frank Abitz vom Gastgeberteam, das erst in der vergangenen Saison in die Oberliga aufgestiegen war. Welter tanzt seit zehn Jahren Formation, Abitz seit drei Jahren. "Für mich ist der Teamgedanke am schönsten", sagte der 32-Jährige, der 15 Jahre Erfahrung im Einzeltanz gesammelt hat. "Das hat man beim Tanzen sonst so nicht." Welter sieht das ähnlich: "Du bist mit deinen Mitstreitern auf der Tanzfläche, und alle spornen sich gegenseitig an."

Quelle: RP
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