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Leverkusen
Frauenring will auch die Flüchtlingsfrauen integrieren

Leverkusen. Nur drei Männer - Leverkusens neuer Oberbürgermeister Uwe Richrath, Bürgermeister Gerd Wölwer und Dr. Hans-Georg Meyer von der Europa-Union - hatten sich am Sonntag in den Spiegelsaal von Schloss Morsbroich gewagt. Kein Wunder angesichts der vielen starken Frauen, die dort das 70-jährige Bestehen des Ortsverbandes Leverkusen im Deutschen Frauenring feierten. Von Gabi Knops-Feiler

Unter ihnen die beiden langjährigen Vereinsmitglieder Ilse Kösters (82), einstige zweite Vorsitzende im Landesverband, und die frühere Ortsvorsitzende Annegret Becker (77), die für jeweils sechs Jahre als Landesverbandsvorsitzende und Beisitzerin im Bundesvorstand aktiv war.

Mit Stolz erinnerte Becker daran, dass es dem Ortsverband Leverkusen gelungen war, im Jahr 1985 ein Gesetz auf den Weg zu bringen, dass alle Städte zur Einrichtung einer Gleichstellungsstelle verpflichtete. "Das war die tollste Leistung in meinen Augen", sagte Annegret Becker. Darüber hinaus konnten weitere gesellschaftliche Initiativen angestoßen und in der Stadt vieles für Frauen erreicht werden.

Bürgermeisterin Eva Lux (SPD) würdigte besonders die Verdienste von Wegbereiterin Bertha Middelhauve (FDP), die den Frauen eine Stimme gab und eine Plattform zum politischen Austausch schuf. Mit ihrem Werk sei sie bis heute ein Beispiel für junge Frauen, sagte Lux.

Umrahmt durch verschiedene Akkordeon-Beiträge der Musikschülerinnen Melanie Cwik und Hannah Flaig schlossen sich Ansprachen von Sabine Rusch-Witthohn vom Frauenbüro und Roswitha Klein an, die gerade erst ins Präsidium des Bundesverbandes gewählt worden ist.

Das Leben der Frauen in Leverkusen wäre ohne den Frauenring zweifellos ärmer, sagte die Rednerin. Zudem sei es angesichts schwindender Mitglieder schwierig, Vereine und Verbände am Leben zu erhalten. Das gelte jedoch nicht für den Frauenring in Leverkusen und dessen 80 Mitgliederinnen, was wiederum an der Arbeit des "hervorragenden Vorstandes" liege. Er wird geführt durch Manuela Krewitt-Herrmann, Elisabeth Strauss und Bella Buchner.

Und diese drei Frauen wollen aktiv bleiben, viele neue Projekte anstoßen und dazu beitragen, die Stadt für Frauen noch besser zu gestalten. Bei allem sollen möglichst auch die Flüchtlingsfrauen integriert werden.

Quelle: RP
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