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Leverkusen
Freie Wähler und Ratsherr Bastian streiten weiter

Leverkusen. Der Zwist zwischen Freien Wählern und ihrem ehemaligen Mitglied Uwe Bastian nimmt kein Ende. Zwar gab es nun ein juristisches Urteil: Ein Zivilgericht entschied, dass der Ratsherr den Freien Wählern rund 1350 Euro zahlen muss - Hintergrund sollen Rechnungen für Wahlkampf-Plakate und Flugblätter sein, die Bastian voriges Jahr zu seinen Gunsten geändert haben soll. Aber Bastian kündigte an, in Berufung zu gehen. Nach seiner Darstellung sei am Vorwurf nichts dran. "Es gab entsprechende Vereinbarungen, von denen aber dort heute niemand mehr was wissen will. Das alles gehört zum Nachtreten der Freien Wähler", sagte er unserer Redaktion. Begonnen hat der Streit am Abend der Kommunalwahl 2014: Da kam es zum offenen Bruch zwischen ihm und den Freien Wählern, als er mitsamt seinem (soeben für die Freien Wähler errungenen) Ratsmandat aus der Wählergruppe austrat.

Michael Schmidt sieht die Sache indes komplett anders: Dass das Gericht seinen Freien Wähler die geforderte Summe in kompletter Höhe zugesprochen habe, wertet er als "eindeutiges Urteil", sagte der Vorsitzende. Er habe es aber auch nicht anders erwartet, denn "aus den Unterlagen geht ziemlich offensichtlich hervor, dass es damals nicht mit rechten Dingen zuging". Für Schmidt sei nun der Punkt endgültig erreicht, an dem sich Bastian fragen müsse, "ob es moralisch-politisch noch vertretbar ist, Mitglied des Stadtrates zu bleiben". Neben dem offensichtlich nicht beendeten Zivilstreit laufen laut Schmidt auch Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft gegen Bastian.

(rz)
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