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Leverkusen
Früherer FDP-Chef will "Sparkassenmacht" verringern

Leverkusen. Der Leverkusener FDP-Ehrenvorsitzende Friedel Ferber hat angekündigt, die "Macht des Sparkassenchefs in Leverkusen beschränken" zu wollen. Der Politiker möchte, dass die Stadt wieder darüber entscheidet, an welche Institutionen und Projekte das Geldinstitut einen Teil seiner Gewinne spendet. Dies hat Ferber jetzt als Bürgerantrag für den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden formuliert. Von Peter Korn

Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte der Liberale, es sei ganz und gar nicht einzusehen, dass sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Leverkusen, die immerhin dem Gemeinwohl verpflichtet sei, aufführe, "wie ein Großfürst, der Almosen verteilt". Manfred Herpolsheimer habe bei einem Empfang sogar offen verkündet, ohne die Sparkasse laufe in Leverkusen gar nichts: "So etwas kann er nur sagen, weil ihm in der Vergangenheit Vertreter der Stadt diese Machtfülle zugestanden haben", argumentiert Ferber. Er will nun wissen, warum dies geschehen sei, und fordert eine Prüfung darüber, wie die Stadt wieder die Hoheit über die Verteilung der Gelder gewinnen könne.

Aus dem Umfeld des Verwaltungsrats der Sparkasse Leverkusen hieß es dazu auf Anfrage unserer Redaktion, die Sparkasse habe in für Leverkusen wirtschaftlich schwierigen Zeiten Löcher gestopft und wichtige Projekte der Stadt mitfinanziert. Als Gegenleistung habe das Aufsichtsgremium dann eben den Vorstand mit mehr Macht und Kompetenzen ausgestattet, "als dies früher der Fall war".

Quelle: RP
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