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Leverkusen
Gasleitung bleibt trotz Arbeiten weiter in Betrieb

Leverkusen: Gasleitung bleibt trotz Arbeiten weiter in Betrieb
FOTO: dpa
Leverkusen. In Opladen wird in den kommenden vier Wochen ein beschädigtes Mantelrohr ersetzt. Dabei läuft das Gas aus wirtschaftlichen Gründen weiter. Die zuständige Gesellschaft sagt, es bestehe keine Gefahr. Von Patrick Scherer

Der Informationsfluss war ungewöhnlich: Als gestern im Bereich der Kreuzung Lützenkirchener Straße/Feldstraße in Opladen bereits begonnen wurde, die Straße abzusperren, war noch nicht klar, warum. Erst kurze Zeit später erhellte Open Grid die Öffentlichkeit mit einer Mitteilung: die Gas-Transportgesellschaft tauscht dort in den kommenden vier Wochen auf einer Länge von 25 Metern ein Mantelrohr aus, "das nicht mehr den Anforderungen an den kathodischen Korrosionsschutz entspricht", so heißt es. Grund zur Beunruhigung sei nicht angebracht, teilte Open Grid auf Nachfrage der Rheinischen Post mit. "Ich hätte die Nachricht gerne schon zum Wochenende kommuniziert, aber ich habe zur Abstimmung mit der Stadt Leverkusen nicht den dort zuständigen Mitarbeiter erreicht", erklärte Helmut Roloff, Pressesprecher des Essener Unternehmens. "Es ist ein geplanter Eingriff. Wir untersuchen unsere Pipelines regelmäßig und haben festgestellt, dass am Mantel eine Beschädigung vorliegt", sagte Roloff. Die Leitung bleibe während der Arbeiten in Betrieb. "Wir können nicht einfach einen Kunden, der an der Leitung hängt, abstellen. Es sind Verträge zu erfüllen. Wenn wir etwas an der Leitung machen müssten, was kritisch zu sehen ist, dann würden wir zumindest den Druck herabsenken", sagte Roloff.

Der versicherte: "Wir führen diese Art von Maßnahmen schon seit 85 Jahren durch und haben das nötige Fingerspitzengefühl und Know-How." Dass Arbeiten an Gasleitungen immer mit Gefahr verbunden sind, wurde im Oktober 2014 wieder deutlich, als es bei der routinemäßigen Freilegung einer Gasleitung des Unternehmens Gascade in Ludwigshafen zu einer schweren Explosion kam, bei der ein Mensch ums Leben kam.

Open Grid prüfe alle Erdgastransportleitungen in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktionstüchtigkeit. Solche Routineprüfungen würden nach eigener Aussage durchgeführt, um ein Höchstmaß an Sicherheit beim Gastransport zu gewährleisten. Dazu gehöre auch diese Maßnahme in Opladen. Das dicke Mantelrohr schützt dabei die eigentliche Ferngasleitung - die in Opladen einen Durchmesser von 15 Zentimetern hat - gegen Erschütterungen vom Verkehr auf der Straße. "Dass die Leitung dabei in Betrieb bleibt, ist überhaupt nicht gefährlich. Wir gehen nicht direkt an die eigentliche Leitung. Wir müssen das Rohr nicht öffnen, es wird nur kontrolliert. Da besteht keine Gefahr", sagte Roloff.

Dabei würde ein Tiefbauunternehmen die Arbeiten übernehmen, das eine entsprechende Genehmigung und den Nachweis erbracht hat, fachlich dafür geeignet zu sein. "Wir gehen mit äußerster Vorsicht heran. Es wird genau eingemessen, wo das Rohr liegt und dann wird bei den Erdaushubarbeiten natürlich extrem aufgepasst, dass man das Rohr nicht trifft", erläuterte Roloff. Dort wird dann nicht mehr mit dem Bagger gearbeitet, sondern mit Schaufel und Händen, um keine Schäden zu verursachen.

Die Verkehrsführung erfolgt für die Dauer der Arbeiten mittels einer Baustellenampel.

Quelle: RP
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