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Leverkusen
GBO reißt Brandhaus Kölner Straße ab

Leverkusen: GBO reißt Brandhaus Kölner Straße ab
Auf dem Gelände an der Kölner Straße sind die Bagger bereits angerückt. Dort sollen bis Mitte 2018 neue Wohnungen und Geschäfte entstehen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das Haus an der Kölner Straße 99 wird abgerissen. Der Bau der GBO-Arkaden liegt gut im Zeitplan, die Arbeiten an der Fassade des Ärztehauses verzögern sich dagegen weiter, berichtet der Gemeinnützige Bauverein Opladen. Von Julia Zuew

Es könnte jeden Moment losgehen: In den nächsten Tagen soll das Katastrophenhaus an der Kölner Straße 99 abgerissen werden. "Der Bagger ist schon da", sagt Bernd Fass, Vorstandsmitglied des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen (GBO). "Erst wird das Brandhaus abgerissen, dann folgt das benachbarte Gebäude", kündigt Fass an. Auch das Haus Nummer 101 soll vor die Abrissbirne. Wo noch das im Januar 2015 abgebrannte Haus und früher eine Tankstelle standen, sollen dann bis Mitte 2018 rund 2200 Quadratmeter Wohnfläche und 500 Quadratmeter Geschäftsfläche entstehen. "An der Nummer 95 haben die Bauarbeiten bereits begonnen", berichtet Fass.

Weniger zügig ging es in den vergangenen Wochen am Ärztehaus an der Düsseldorfer Straße voran. Es ist mit einem Netz zugehangen, immer noch verschleiert und in Arbeit. Die Fassade des Hauses sollte bereits im September enthüllt werden. So kündigte es der GBO-Vorstand im Frühjahr an.

"Es waren viele Abstimmungsgespräche nötig", sagt Fass, "daher die Verzögerung." Eine Fertigstellung in "einigen Wochen ist realistisch", sagt der Vorstand, außer, es komme zu einem überraschenden Wintereinbruch. Die Natursteine für die Fassade können bei niedrigen Temperaturen nicht verarbeitet werden. Grund für die Erneuerung der Fassade waren teils lose Steinplatten, die auf den anliegenden Gehsteig hätten fallen können und ein massives Risiko darstellten (wir berichteten).

Im Gegensatz zum Ärztehaus liege der gegenüber entstehende Neubau der GBO-Arkaden "voll im Zeitplan", sagt Fass. Auch die Arbeiten im Parkhaus Kantstraße, das mit dem Neubau verbunden werden soll, sind bereits im Gange. "Ins Parkhaus kommen zwei Personenaufzüge", berichtet Fass, ebenso sind die Durchbrüche im Parkhaus zum neuen Gebäude bereits fertiggestellt. 56 Wohnungen entstehen hier. Sie seien zum größten Teil bereits vergeben, sagt Fass. Im Untergeschoss soll der Rewe-Supermarkt von der Kölner Straße Platz finden.

Schwerwiegende Beschwerden oder Probleme an der Zufahrt zum Parkhaus habe es während der Bauarbeiten nicht gegeben. Fass: "Nach meiner Einschätzung läuft es sehr gut." Dass ein Auto hin und wieder warten muss oder es mit der Durchfahrt etwas hakt, "nimmt man bei einem Projekt dieser Größe in Kauf".

Die Wohnräume in den erwähnten GBO-Projekten gehören zum frei finanzierten Neubau. Die Mietpreise liegen laut Fass bei über neun Euro pro Quadratmeter. In zwei weiteren Bauvorhaben sollen erschwingliche Immobilien für ein kleineres Budget geschaffen werden: An der Hardenbergstraße 51/ Ecke Elisenstraße soll ein Wohnkomplex mit 36 öffentlich geförderten, barrierefreien Wohnungen entstehen. "Die Baugenehmigung werden wir voraussichtlich demnächst erhalten", sagt der GBO-Vorstand. "Der aktuelle Mietpreis für öffentlich geförderten Wohnraum im Neubau beträgt 5,75 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Betriebskosten."

Auch an der Vereinsstraße sollen 64 Wohneinheiten entstehen. Das Gebäude aus den 1970er Jahren wird von Grund auf saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Die Wohnungen werden ebenfalls öffentlich gefördert. Der günstige Wohnraum, erzählt GBO-Vorstandsmitglied Fass, sei attraktiv für Rentner, die sich eine barrierefreie Wohnfläche zum regulären Preis nicht leisten können. Auch junge Familien sollen von dem Angebot profitieren können.

Quelle: RP
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