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Kommentar
Gebäude passen wie die Faust aufs Auge

Einige Opladener Politiker haben es jetzt tatsächlich öffentlich getan: Sie zelebrierten die Kunst, ein Pferd von hinten aufzuzäumen und erwarten auch noch Applaus.

Konkret: Die Volksvertreter fordern bauliche Details wie Rampen, Aufzüge und Vorplatzgestaltung zu einem Projekt, dessen Realisierung noch nirgends beschlossen wurde. Es kommt mir so vor, als ob die Innenausstattung schon durchgeplant wird, bevor der Architekt die äußere Hülle gezeichnet hat. Hauptsache, ich habe mal was zu dem Projekt gesagt, über das vor einiger Zeit auch der ehemalige Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und der Bahnstadt-Aufsichtsrat nachgedacht hatten.

Grundsätzlich ist das "Torhaus-Multifunktionsgebäude" mit Büro, Geschäften und Serviceeinrichtungen zu begrüßen. Wird ein solches Zentrum ordentlich in Sachen Sauberkeit und Sicherheit (nach dem Vorbild der Rathaus-Galerie) betreut, wäre dies für die Bahnhofs- und Busbahnhofsumgebung super.

Tatsächlich sollte die Stadt ernsthaft den Wechsel ihrer Bürostandorte oberhalb der Wupper in die Opladener Tiefebene durchrechnen. Die sachlich nüchternen Zweckbauten "Straßenverkehrsamt" und "Verwaltung Miselohestraße" passen wie die Faust in die schöne Wohngegend rings um die Haus-Vorster-Straße. Ein Abriss würde wohl kaum stören. Dagegen wären die dann freien Grundstücke sicher gut für den Bau von Wohnungen zu vermarkten. Das Projekt am ehemaligen Finanzamtsstandort zeigt dies. Also mal ran an die Arbeit und solide entscheiden. Ulrich Schütz

Quelle: RP
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