| 00.00 Uhr

Leverkusen
Gefahr durch offene Kabel an Laternen auf dem Dhünnradweg?

Leverkusen: Gefahr durch offene Kabel an Laternen auf dem Dhünnradweg?
Nicht eben fachmännisch abgedeckt sind die Elektrokabel an Laternenmasten am Dhünnradweg. FOTO: Schütz
Leverkusen. Bestand am Dhünnradweg drei Wochen größere Gefahr für Menschen und Tiere nach provisorischen Reparaturen von Straßenlaternen durch EVL-Techniker? Zumindest indirekt hat ein Sprecher der Energieversorgung Leverkusen (EVL) dies bejaht. Von Ulrich Schütz

"Störungen der Straßenbeleuchtung behebt die EVL innerhalb von drei Tagen, bei Gefahr im Verzug sofort", teilte die EVL unserer Redaktion mit. Und "sofort" nach unserer Anfrage wurde mit der Beseitigung der Gefahrenstelle begonnen.

Der Vorgang: Am 20. April musste ein EVL-Fachmann einen Stromausfall an Laternen des Dhünnradweges nahe Schlebuschrath/Kleingartenanlage Burgloch beheben. In diesem Bereich war das unter dem Fußweg liegende Stromkabel zwischen den Leuchten defekt. Zur Überbrückung verlegte der Monteur provisorisch ein neues Kabel: Er schloss es durch die für jeden leicht zugänglichen Laternenmast-Öffnungen an und warf das Kabel locker ans Dhünnufer.

Ohne jede Kennzeichnung nahe am Wasser vorbei und durch einen zeitweise wasserführenden Zulauf. Die Öffnungen zu den elektrischen Anschlüssen wurden mittels Isolierband gesichert. Die Originalplatte passte wegen des Zusatzkabels nicht mehr ganz. Zuletzt lagen allerdings Teile der Öffnungen frei, weil sich die Kunststofffolie gelöst hatte und runtergerutscht war. Die Gefahr: Dieser Bereich des Dhünn-Radweges gilt auch bei Familien mit Kindern als beliebter Ausflugsweg. Oft spielen die Kinder alleine am Dhünnufer und probieren ihre Kräfte aus. Die Laternen werden laut EVL mit Haushaltsstromstärke betrieben, also mit 230 Volt.

Das Problem bei der EVL: Die provisorische Reparatur wurde vom Monteur des Stördienstes intern nicht weitergemeldet. So unterblieb die ordnungsgemäße Reparatur. "Wir werden unsere interne Kommunikation überprüfen", schrieb dazu der EVL-Sprecher an unsere Redaktion und setzte gleichzeitig die Geschäftsführung über den Vorfall in Kenntnis. Eine routinemäßige Wartung der Straßenbeleuchtung erfolgt durch die EVL üblicherweise alle vier Jahre.

Ein paar hundert Meter weiter zeigt die EVL ein weiteres Stück einer bemerkenswerten Reparaturvariante von Straßenlaternen. Am Beginn des Dhünn-Radweges in Schlebuschrath wurden drei Laternen ebenfalls schon vor Wochen provisorisch repariert. Fachgerecht sieht die Anschlussart gerade nicht aus: Die in etwa vier bis fünf Metern verlaufenden Stromkabel an Holz- und Metallmasten sind mit Lüsterklemmen verbunden. Isolierband soll blanke Stellen sichern, allerdings löst sich schon wie bei den anderen Laternen diese Kunststoffummantelung. Der EVL-Sprecher räumte hier ein, dass diese Reparatur in Teilen "nicht dem Standard der EVL" entspreche. Bis Ende Mai soll "bei einer vorgezogenen Wartung" alles in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt werden. Gefahr besteht an dieser Stelle laut EVL nicht.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leverkusen: Gefahr durch offene Kabel an Laternen auf dem Dhünnradweg?


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.