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Leverkusen
Gemeinsames Singen ist gut für das Herz

Leverkusen: Gemeinsames Singen ist gut für das Herz
Gemeinsames Singen mit Musiktherapeut und Singleiter Norbert Hermanns beim Selbsthilfetag FOTO: Miserius
Leverkusen. Beim Selbsthilfetag präsentierten sich 15 Organisationen und stellten ihr Angebot vor. Von Gabi Knops-Feiler

Singen befreit und stärkt. Singen wirkt entspannend auf Atmung, Herz und Kreislauf. Und Singen kann Krebspatienten helfen, ihr Befinden zu verbessern. Auch deshalb waren Besucher am Samstag zum gemeinsamen Singen eingeladen. Eigens dazu war Hajo Oetmann vom Institut für Fort- und Weiterbildung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) von Birgit Seehausen, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle in Opladen beim Paritätischen NRW, verpflichtet worden. Sie hatte maßgeblich den jüngsten Selbsthilfetag organisiert, der seit 17 Jahren alle zwei Jahre auf dem Terminkalender steht.

Vertreter von Selbsthilfegruppen waren nun schon zum fünften Mal in Folge zu Gast im Familienseminar der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Berliner Platz. Als Dank dafür erhielt das Familienseminar einen 3,50 Meter großen Apfelbaum und eine Bank, die den Baum umrundet. Manfred Hans, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, versicherte im Gegenzug, in der Awo sei immer Platz für Selbsthilfegruppen. Denn sieben von insgesamt elf Gruppen, die bislang die Räume im Gesundheitshaus der Pronova-Betriebskrankenkasse kostenfrei nutzen durften, sind nach deren Umzug ohne feste Unterkunft. Eigens zur Aufnahme weiterer Gruppen wird der Hauseingang des Familienseminars im Laufe der nächsten Monate behindertengerecht umgebaut.

Insgesamt 15 Organisationen stellten sich vor. Beim Sehbehindertenverein konnten Bürger beispielsweise eine Simulationsbrille aufsetzen und nachempfinden, wie sich Blinde fühlen. Die Parkinsongruppe war mit Betroffenen und Angehörigen ebenfalls vertreten, obwohl sie noch nicht lange von einem mehrtägigen Aufenthalt an den Rhein zurückgekehrt waren und immer noch von der Reise schwärmten. "Wir sind eine tolle Gemeinschaft, die viel unternimmt und für jeden offen ist", schilderte Angehörige Ruth Boehnke. Die Treffen sind an jedem zweiten Donnerstag im Monat um 14 Uhr im Pfarrsaal der Gemeinde Sankt Michael.

Erst im Mai hatte sich das Angebot von 50 Selbsthilfegruppen in der Stadt weiter vergrößert: Als Ergänzung zur bereits bestehenden Adipositas Gruppe am Klinikum ist seither die "Alternative Adipositas Selbsthilfegruppe" unter Leitung von Bianca Jung-Winkelmann hinzugekommen. Zu neun Gründungsmitgliedern haben sich schon 20 Gleichgesinnte angemeldet. "Wir setzen andere Schwerpunkte und betreiben regelmäßig Sport. Dazu geben wir Tipps und Ratschläge", erklärte die Vorsitzende. Wer ebenfalls eine neue Selbsthilfegruppe gründen möchte, kann sich an Birgit Seehausen unter Telefon 02171/949495 wenden.

Quelle: RP
 
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