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Leverkusen
Genossenschaft kauft weiter zu

Leverkusen. Mehr als 200 Wohnungen will die GBO die nächsten Jahre neu bauen. Von Gabi Knops-Feiler

Applaus ertönte, als Bernd Fass, Vorstandschef des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen (GBO), vor 160 Teilnehmern in der Festhalle am Markt verkündete, dass der Kaufvertrag für das Grundstück der Brandruine an der Kölner Straße 99 unterschrieben sei. "Es gab keinerlei Probleme mit dem Vorbesitzer", berichtete Fass. Bereits vor Wochen einigte man sich über den Erwerb des Nachbargrundstücks Kölner Straße 101. Beide Gebäude werden abgerissen und gemeinsam bebaut. Dort entstehen frei finanzierte und barrierefreie Mietwohnungen.

Um der steigenden Nachfrage nach günstigen Wohnungen nachkommen zu können, habe die GBO weitere Grundstücke und Wohnungen gekauft, im Einzelnen:

- die Häuserzeile Kölner Straße 59 bis 63a. Nach Abriss entsteht dort ein Wohn- und Geschäftshauses mit 45 Meter Straßenbreite.

- zwei Objekte Altstadtstraße 17-19 mit zwölf Wohn- und drei Gewerbeeinheiten.

- ein Grundstück an der Lützenkirchener Straße mit künftig 13 neuen Wohnungen rund 750 Quadratmetern.

- ein Gewerbeobjekt an der Hardenbergstraße 51 in Küppersteg mit 2355 Quadratmetern Grundstücksfläche. Das Grundstück wird kurzfristig mit öffentlich geförderten Wohnungen bebaut.

- zwei Eigentumswohnungen an der Friedrich-Ebert-Straße in Wiesdorf.

Somit könne man den Mitgliedern in den nächsten ein bis drei Jahren mehr als 200 Neubauwohnungen anbieten, ergänzte Vorstand Alexander Dederichs. Und es werde weiter saniert.

Bislang 80 Wohnungen wurden auf Brennwertzentralheizungen umgerüstet, weitere sind in Vorbereitung. 160.000 Euro kostete die Sanierung von etwa 50 Balkonen des Altbestandes, mit 415.000 Euro schlug die Umgestaltung von barrierefreien Bädern zu Buche.

Seit Dezember liegt die Bewilligung von 4,2 Millionen Euro öffentlicher Gelder für die insgesamt 5,3 Millionen Euro teure Modernisierung des Gebäudekomplexes Ecke Vereins-/Reuschenberger Straße vor. Das Gebäude wird energetisch saniert, die Bäder und der Eingangsbereich barrierefrei gestaltet, die Aufzugsanlage erneuert. Um Belastungen für Mieter möglichst gering zu halten, sollen die Umbauten in eineinhalb Jahren, bis spätestens Ende 2017 abgeschlossen sein.

Mit dem höchsten Ergebnis seit zehn Jahren schloss der GBO sein Geschäftsjahr. Der Jahresüberschuss beträgt 856.000 Euro (Vorjahr 725.000). Auf den Bilanzgewinn von 290.000 Euro (212.000) wird letztmals eine Bruttodividende von vier Prozent ausgeschüttet. Aufgrund gesunkener Zinsen prognostizierte Fass sinkende Dividenden von rund 2,5 Prozent.

Quelle: RP
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