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Leverkusen
Georg Berger (18) ist einer der besten Nachwuchs-Chemiker

Leverkusen. Man könnte meinen, Georg Berger sei ein normaler 18-Jähriger. Wenn er über das spricht, was er in seiner Freizeit treibt, hört es sich auch genauso an. Normal. Dabei ist das, was er sagt, außergewöhnlich. Gold habe er erst kürzlich geholt. Und zwar bei der internationalen Chemie-Olympiade in Aserbaidschan. Nur vier Wochen später gab es wieder eine Medaille: Bronze bei der internationalen Physik-Olympiade, diesmal in Indien. "Ich war eben schon immer an Naturwissenschaften interessiert", sagt Georg. "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm", wirft Mutter Andrea Berger ein. Sie arbeitet als Biologin, Vater Michael Berger ist Chemiker. "Mit der internationalen Biologie-Olympiade hat es leider nicht geklappt", meint Georg enttäuscht. "Leider haben sich die Termine überlappt." Von Jim Decker

Georg Berger darf sich zu Recht als einer der besten Nachwuchschemiker und Physiker weltweit bezeichnen. "Das, was bei den Olympiaden gefordert wird, versteht kein normaler Mensch mehr", gibt selbst Vater Michael zu. "Das geht über das Wissen eines normalen Chemikers weit hinaus." Begonnen habe er mit der Mathe-Olympiade und dem Känguru-Wettbewerb, die jährlich an deutschen Schulen ausgetragen werden. Doch Georg war gut, sehr gut. "Da habe ich dann schon regelmäßig Preise gewonnen und es in die höheren Runden geschafft", berichtet er. Dann kamen "Chemie entdecken" und die "junior science Olympiade" hinzu. Jedes Mal mit ausgezeichneten Ergebnissen.

Mittlerweile gehört der Abiturient zum deutschen Nationalkader. Die Reisen zu den internationalen Wettbewerben finanziert das Bundesforschungsministerium. "Das ist insgesamt schon eine zeitintensive Geschichte. Es nimmt einen großen Teil der Freizeit in Anspruch," gibt der 18-Jährige zu. Abseits der Formeln und Fachbegriffe fährt er gern Rad oder fotografiert - selbstverständlich auch hier mit Top-Ergebnissen. Mehrere von Georgs Fotos gewannen schon Auszeichnungen.

"Bei den Wettbewerben sind 200 bis 300 Teilnehmer aus rund 80 Ländern", sagt er. Jeweils eine experimentelle und eine theoretische Klausur stehen an, beide über fünf Stunden. "Diesmal ging es zum Beispiel in Physik um Laserbeugung, in Chemie um Redoxtitration und organische Synthese", berichtet er. Im Herbst beginnt Berger junior mit dem Studium: Chemie in Heidelberg.

Quelle: RP
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