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Leverkusen
Gitarrenklänge auf der Wupperschiffsbrücke

Leverkusen: Gitarrenklänge auf der Wupperschiffsbrücke
Auf Du und Du mit Gitarrist und Sänger Ralf Sommerfeld: 30 Gäste saßen dicht zusammen, um in der Schiffsbrücke dem Musiker zu lauschen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. 30 Besucher lauschten dicht an dicht der Stimme von Ralf Sommerfeld. Die Stromversorgung ist weiter ein Problem. Von Tobias Brücker

Ein Mann, eine Gitarre und ein besonderes Klangerlebnis im engen Bauch eines kleinen Schiffes - was nach romantischer Abendstimmung klingt, sollte genau das werden. Die rund 30 Besucher, die sich jetzt zum Gitarrenkonzert von Ralf Sommerfeld an - beziehungsweise in - der Wupperschiffsbrücke zusammenfanden, konnten sich das verträumte Lächeln zur Musik nicht verkneifen.

Es war zwar etwas stickig, die Temperatur glich einem Urlaub in den Tropen und die Bewegungsfreiheit der auf einem mehrstündigen Transatlantikflug, doch das sollte niemanden in diesen Momenten stören.

Der Gitarrist aus Wiesdorf, der seine Professur seit nunmehr 40 Jahren ausübt, nahm die Leute mit auf eine Reise. Durch eine wunderbare Liedauswahl, gepaart mit gekonntem Spiel auf dem Instrument und einer weichen Stimme.

"Das ist mein Instrument", hatte der 60-jährige Interpret noch vor dem Konzert gesagt. Gar vier Gitarren hatte er an diesem Abend dabei. Seit Kindesbeinen an erlernte er das Gitarrespielen, erzählte er. Als plötzlich das Licht ausging. Glücklicherweise ein kleiner Zwischenfall, der sich vor Beginn des Abends ereignete. Er zeigte aber einmal mehr, dass die Stromversorgung des kleinen Cafés wenig optimal ist. Erdgas aus einem großen, in der Erde befindlichen Tank treibt einen Generator an, der wiederum den Strom erzeugt.

Durch den Autobahnausbau der A 1 könnte den Betreibern der Brücke nun unverhofftes Glück zuteilwerden. Denn unter der Autobahn liege bereits ein Rohr, das zur Stromzufuhr benutzbar wäre. Das bestätigte Straßen.NRW bereits, wie Robert Teller, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, erzählte. "Wir befinden uns in Verhandlungen mit Currenta", berichtete der 67-Jährige. Darüber, ob der Verein Strom vom Chemparkbetreiber beziehen könne. Das kaufe den Strom schließlich eigentlich zum Eigenbedarf, die Rechtslage bei Weitergabe an Dritte müsse zunächst geklärt werden. "In den nächsten Tagen werden wir wieder auf Currenta zugehen", berichtete Teller. Erst einmal läuft der Betrieb aber wie gewohnt weiter - mit eben jenen kleinen Ausfällen.

Während Ralf Sommerfeld weiter die Besucher mit seinem Gitarrenspiel verzückte, wanderten Kartoffelsalat und Bockwürste aus der Küche in die Reihen. Dass sich tatsächlich über 30 Menschen eingefunden hatte, versetzte Gabriele Pelzer vom Förderverein Schiffsbrücke in beste Laune."Wir können kein großes Trara machen. Aber das müssen wir ja auch nicht", betonte sie.

Weitere Kultur-Termine im September: • Samstag 2. September, 19 Uhr (Eintritt: acht Euro): Krimilesung mit Kriminalkommossar und Autor Bernhard Hatterscheidt. • 9. September, 19 Uhr (acht Euro): Gitarrenkonzert mit Stefan Seehausen (Folk, Brasil, Flamencoco).

Quelle: RP
 
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