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Rundgang in Leverkusen
"Grandios" - Opladener Bierbörse ist für Besucher "Kult"

Opladen: Rundgang über die  Bierbörse 2015
Opladen: Rundgang über die Bierbörse 2015 FOTO: Heinz-Friedrich Hoffmann
Leverkusen. Wie die Ruhe vor dem Sturm erschien der Gang über die Opladener Bierbörse am Samstagnachmittag. Etliche Helfer, wie "Plattfoß" Erhard Jerome und "Möbbelche" Willi Bäth von der Karnevalsgesellschaft "Altstadtfunken" warteten in ihren Bierbuden auf das Ende des Fußballspieles in der BayArena. Von Gabi Knops-Feiler

"Später wird es richtig voll, egal ob Bayer Leverkusen gewonnen oder verloren hat", war "Plattfoß" überzeugt, der Dienst am Stand der Opladener Karnevalsgesellschaften hatte. Am Tag zuvor schenkten die "Neustadtfunken" das obergärige Bier "Upladiner" aus, am Sonntag sollten Ehrenamtler vom Komitee Opladener Karneval (KOK) zugunsten des Opladener Karnevalszuges zapfen.

Unterdessen nutzen vor allem Familien mit Kindern die Gelegenheit, um in aller Ruhe über die Kastanienallee und Wupperwiese schlendern zu können. Die Kleinen durften auf den Karussells fahren oder freuten sich über eine bunte Ballonfigur, die Mama und Papa spendierten. "Ich war schon sieben Jahre nicht mehr hier", war für Doris aus Lützenkirchen Grund genug, mit ihrer Familie und den beiden Enkeln Tobias (2) und Benjamin (5) wieder einmal zu kommen. "Die Bierbörse ist Kult", sagten Sven, der 40-jährige Sohn, der schon als Jugendlicher dabei war, und Ehefrau Anja. Nur Schwiegermutter Gerti aus Langenfeld war zum ersten Mal auf dem Fest.

Premiere hatten ebenfalls das Mönchshof-Bier aus Franken, Zagorka aus Bulgarien und "Asgaard", das so genannte "göttliche Bier" aus der tausendjährigen Wikingerstadt Schleswig. Es wurde aber nicht von waschechten Wikingern gezapft, sondern von dem Opladener Björn Peuker und dessen Söhnen. Peuker ist Chef der Lichtwerbe-Firma "Mikrodisplays" an der Bahnallee.

Konzert und gute Stimmung bei der Bierbörse 2014 FOTO: Miserius, Uwe

Weil er seinen Urlaub regelmäßig an der Ostsee in der Nähe von Schleswig verbringt, kam er auf die Idee, das Bier ebenso wie Wikinger-Met mit Kirschgeschmack und süffiges Original Honig-Met auf der Bierbörse anzubieten. Nach dem Absatz des ersten Tages befragt, strahlte Peuker.

"Grandios", sagte er, "besser, als erhofft." Das sei das "einzige Bier, das mir schmeckt", bestätigte Svenja Telgheider aus Wuppertal, während vier Männer von 22 bis 48 Jahren aus Köln und Troisdorf ihre Runde mit einer Kostprobe von Grimbergen Abteibier starteten. "Für 22 verschiedene Biere brauchen wir eine Weile", lachten die Männer. Kostproben von Neuem und Bewährtem bevorzugten ebenfalls Oda und Achim Gubatz aus Rheindorf sowie Christiane Tietze und Rainer Risch aus Opladen. Während die einen das alkoholfreie Getränk "Himmelspforte" lobten, probierten die anderen "Schwarzer Abt". "Süffig, lecker, genau mein Geschmack", urteilte Christiane Tietze.

Später wollten sie weitere Biere testen. Allerdings nicht das glutenfreie "Lebensfreude", Anti-Aging-,Gourmet- oder das Marathon-Bier, das es ebenfalls am Stand des Neuzeller Klosterbräus gab, sondern bei einem anderen der insgesamt 110 Anbieter. "Um diese Zeit gibt es noch keine langen Wartezeiten", freuten sie sich.

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