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Leverkusen
Grüne: Aussage zu Tunnel noch 2017

Nach hartem Ringen haben sich die Leverkusener Grünen am Mittwochabend in ihrer Fraktionssitzung zu einer Minimalforderung in Sachen Autobahnprojekte Leverkusen durchgerungen. "Wir fordern eine belastbare Aussage zum A1-Tunnel noch vor Beginn der Brückenbauarbeiten", sagte gestern Klaus Wolf auf einer Pressekonferenz. Die Verantwortlichen in der NRW-Landes- und in der Bundesregierung müssten noch 2017 sagen, "ob der A1-Tunnel im Bereich Küppersteg gebaut wird oder nicht".

Der erfahrene Politprofi Wolf weiß, wie schwer es sein wird, speziell die Verkehrsminister zu einer Aussage zu drängen. "Wenn wir aber vor dem Brückenbau keine Aussage bekommen, ist der Kampf um den Tunnel verloren", betonte Wolf. Dann werde quer durch Küppersteg eine auf zwölf Spuren verbreiterte A1-Stelzenautobahn gebaut.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende erinnerte gestern an die Grundsatzforderung der Leverkusener Grünen: "Wir fordern eine Rheinbrücke mit sechs Spuren. Dann wäre ein Öffnen der Altlastendeponie unnötig." Eine solch schmale Rheinbrücke würde in der Größe der heutigen Leverkusener A1-Brücke entsprechen. Dies reiche, weil sich die Menschen künftig ohnehin weniger mit dem Auto bewegen würden. Zudem dürfe nicht das ganze NRW-Verkehrsproblem allein in Leverkusen gelöst werden, sondern müsse weiter verteilt werden.

Die beiden Spitzen-Grünen forderten gestern auch, dass die Leverkusener mehr gegen die "aberwitzigen A1-Pläne" protestieren. Die Grünen haben intern auch ihre Schwierigkeiten. Um die Grünen-Landtags- und Bundestagsabgeordneten vom Tunnel zu überzeugen, "werden wir noch viel Kraft brauchen", sagte Wolf.

(US)
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