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Leverkusen
Grünes Licht für Busbahnhof Wiesdorf

Leverkusen: Grünes Licht für Busbahnhof Wiesdorf
An- und Abfahrt witterungsgeschützt unter dem Glasdach - eine Animation zeigt, wie der Busbahnhof aussehen soll. FOTO: Weber-Pahl Architekten
Leverkusen. Einstimmig haben die Politiker von Bauausschuss und Bezirksvertretung I in einer gemeinsamen Sitzung der Planung und dem Bau der Überdachung des Zentralen Omnibusbahnhofs für Wiesdorf zugestimmt. Auch für die Ausstattung der Bahnsteig- und Randflächen sowie die Oberflächengestaltung gaben die Ausschuss-Mitglieder jetzt grünes Licht. Von Peter Clement

Soviel vorweg: Die "Toluca"-Abfalleimer spielten in der Sitzung des Bauausschusses, der gemeinsam mit der Bezirksvertretung I tagte, am Montagabend nur eine kleine Rolle. Welches Modell den neuen Busbahnhof in Wiesdorf letztlich schmücken wird, muss erst in einer späteren Phase entschieden werden. Einzig Klaus Wolf von den Grünen merkte zu diesem Thema schon einmal an, dass das von der Stadt geplante Fassungsvermögen von 120 Litern pro Eimer vermutlich nicht reichen werde. Da der Busbahnhof gleichzeitig auch Endhaltestelle für die Fernreisebusse (Flixbus etc.) sei und diese Unternehmen bei der Endreinigung des Fahrzeugs einfach alles in die Papierkörbe stopften, sollte man sich über 200 Liter Fassungsvermögen Gedanken machen.

In der Sitzung am Montag ging es vor allem um den ersten Bauabschnitt - und da spielt die Dachkonstruktion eine Hauptrolle. Paul Hebbel (CDU) wollte wissen, wie pflegeleicht oder kompliziert die Reinigung der Überdachung, die bis über die Busse hinweg reichen soll, denn sei. Ihm war vermutlich noch genau in Erinnerung, wie vor einiger Zeit der Opladener Busbahnhof teuer gereinigt wurde - das Dach ist mittlerweile wieder völlig verdreckt.

Die Mitarbeiter des Planungsbüros "Isaplan", die im Auftrag der Stadt über das Projekt referierten, konnten diese Bedenken jedoch ebenso zerstreuen, wie die Befürchtung, es könne im Sommer unter dem Glasdach für den einen oder anderen Fahrgast ungemütlich stickig werden.

Im wesentlichen ging es um die Frage: Was passiert in der ersten Bauphase? Unter anderem:

  • Baumfällarbeiten ( sind erfolgt)
  • Einrichtung von provisorischen Bushaltestellen
  • Abbruch der Aufbauten (Wartehäuschen, Haltestellenanzeiger, etc.)
  • Umfangreiche Leitungsverlegungsarbeiten der EVL
  • Kanalbauarbeiten
  • Verlegung von Leerrohrpaketen
  • Abbrucharbeiten (Brücke über die Heinrich-von-Stephan-Straße, Stützwände)
  • Rückbau der Heinrich-von-Stephan-Straße
  • Neubau eines Kreisverkehrs an der Rathenaustraße
  • Herstellen sämtlicher Oberflächen, provisorische Befestigung des östlichen Bahnsteiges
  • Errichtung eines neuen Daches auf dem Mittelbussteig
  • Aufstellen von Buswartehäuschen auf dem westlichen Bahnsteig
  • Neubau eines Aufenthaltsraumes für die Wupsi auf dem Mittelbussteig
  • Aufstellen einer neuen Beleuchtungsanlage • Aufstellen eines Fahrgastinformationssystems

Im Rahmen des Vortrags wurden noch weitere interessante Details bekannt gegeben. So soll der Bereich unterhalb des Rialto-Boulevards (vor dem Bahnhof) zu einer gemütlichen Sitz-Ecke umgestaltet werden. Das Gleiche gilt für den Mittelbereich des Busbahnhofs. Auf Anregung der Politiker soll dort auch die komplette Auswahl an Versorgungsleitungen verlegt werden. Denn wenn im Zuge des Baus des neuen RRX-Gleises der Bahnhof abgerissen wird, entsteht eine Versorgungslücke an Zeitungen, Brötchen, Kaffee etc., die auf Jahre hinaus Bestand haben wird. Ein Kiosk in der Mitte des Busbahnhofs könnte für die Übergangszeit jedoch Abhilfe schaffen. Und dafür sollen eben schon jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden.

Am 8. Mai soll der Umbau beginnen und rund anderthalb Jahre dauern.

Während dieser Zeit wird der alte Busbahnhof komplett gesperrt. Die Stadt weist schon jetzt darauf hin, dass es an den Ersatzhaltestellen zu längeren Umsteigezeiten und veränderten Abfahrtsterminen kommen kann (siehe Grafik auf dieser Seite).

Quelle: RP
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