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Leverkusen
Grundschulreise in fünf Tagen um die Welt

Leverkusen. Radausflüge durch die "Leverkusener Welt" waren bei Kindern der Lützenkirchener Gemeinschaftsgrundschule Im Kirchfeld besonders beliebt, obwohl das Thema der Projektwoche eigentlich "Große weite Welt" lautete. Aber wie will man die große Welt kennen lernen, wenn man sich in der Kleinen nicht auskennt? Von Gabi Knops-Feiler

In der kleinen Welt der größten Leverkusener Grundschule feierten am Samstag 380 Schüler mit Eltern, Großeltern und Geschwistern und je 25 Lehrern aus Grundschule und Offenem Ganztag zum Abschluss ein großes Schulfest. Auf dem Schulhof vergnügten sich Kinder etwa mit Spielen aus aller Welt, unter anderem mit Cricket, oder bastelten Stirnbänder und ließen sich wie Indianer schminken.

Als die Projektwoche am vergangenen Montag begann, konnten Schüler zwischen diversen Angeboten wählen, die sich fast alle mit Handwerk, Kunst oder kreativer Gestaltung befassten. Einige Kinder übten mit Konrektorin Beate Richter-Pesch das Theaterstück "Mit Felix um die Welt" ein. Andere entschieden sich für "Tänze aus aller Welt", die überwiegend im Offenen Ganztag gelernt wurden. Dort entstanden im Übrigen auch die selbst gebastelten Trommeln, die künftig im Unterricht genutzt werden sollen. Eine weitere Gruppe interessierte sich für Jeanshosen und dafür, wie sich alte, gebrauchte Hosen zu neuen Produkten verändern lassen. Mit Hand oder Nähmaschine verarbeiteten sie einzelne Teile zu neuen Dingen wie Kissen, Kinderspielzeug oder Handtaschen.

Judith Husmann, Lehrerin für Mathematik und Religion und Schulleiterin im zweiten Jahr, betreute eine Gruppe mit "rasenden Reportern", die sowohl Projektwoche als auch Schulfest begleiteten sollten. "Wir haben Fotos und Berichte erstellt", beschrieben Christian aus Klasse 2c und Niclas aus 2b ihre Einsätze. Die gesammelten Werke werden in den nächsten Tagen zu einer Art Schülerzeitung mit rund 50 Seiten zusammengestellt.

Ob es eine frühzeitige Übung für das große Geburtstagsfest im Jahr 2020 war, wenn die Schule ihr 200-jähriges Bestehen feiert, mag dahin gestellt sein. Ein Vater durfte die Kinder jedenfalls zwei Tage begleiten. "Die Lehrer haben sehr professionell, die Kinder stark mitgearbeitet", lobte Dr. Burkhard Waschke.

Diese Anerkennung des Vaters reichte Schulleiterin Husmann umgehend an ihre Kollegen, den Schulverein und an andere Eltern weiter. Viele Erziehungsberechtigten hätten engagiert mitgeholfen, sogar Urlaub genommen, um dabei zu sein. "Alle haben ganz toll an einem Strang gezogen", lobte die Schulleiterin.

Quelle: RP
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