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Leverkusen
Grusel-Clown erschreckt Grundschüler in Mensa

Vorfälle mit Horror-Clowns in der Region
Vorfälle mit Horror-Clowns in der Region
Leverkusen. Ein Streich hat an der Grundschule Kerschensteinerstraße am Dienstag zu großer Aufregung geführt. Ein Fünft- und ein Sechstklässer erschreckten Kinder in der Mensa mit einer Zombie-Maske. Bei den Schülern brach Panik aus. Von Susanne Genath

Besorgte Eltern berichteten unserer Redaktion von dem Vorfall. Die Schulleitung hat nun einen Brief an die Eltern der Grundschüler verfasst mit der Bitte, den Vorfall nicht überzubewerten. Und zugleich selbst Verantwortung zu übernehmen und dem eigenen Nachwuchs zu erklären, wie das Thema Horror-Clowns einzuordnen ist.

Aufgrund der aktuellen Berichterstattung "meinen offensichtlich ganz viele Kinder unserer Schule zu wissen, dass es ,Killerclowns' gibt, ,die mit Messern und Kettensägen auf Menschen losgehen, um diese zu töten'", schreibt Rektorin Elke Pies in dem Brief an die Eltern.

Kinder ordnen Informationen häufig falsch ein

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Diese Äußerungen zeigten, "dass viele unserer Schulkinder Informationen, zum Beispiel aus Fernsehen und Internet, ungefiltert aufnehmen und nicht mit Erwachsenen besprechen, um mehr Klarheit und Handlungssicherheit für ihren wirklichen Lebensalltag zu bekommen. Meldungen, Halb- und Unwahrheiten, Gruselgeschichten und unverstandene Informationen vermischen sich mit Phantasien der Kinder, die nicht in der Lage sind, diese Informationsflut ohne Hilfen sinnvoll zu reflektieren."

Die Folgen: Die einen Kinder kauften sich für wenig Geld hässliche Halloween-Masken, um andere zu erschrecken, die anderen machten sich Gedanken, wie sie sich gegen "Killerclowns" schützen könnten, zum Beispiel mit Pfefferspray. Und zu guter Letzt löse ein solcher Streich, "der wahrscheinlich noch vor einigen Monaten nur wenige Kinder wirklich erschreckt hätte", bei vielen Menschen große Ängste und Panik aus.

Schulleitung nimmt Eltern in die Pflicht

Die Leitung der Küppersteger Grundschule bittet die Eltern, die Kinder mit der Flut der Informationen, die auf sie hereinströme, nicht allein zu lassen. "Wir alle können unsere - manchmal verrückte - Welt nicht verändern, aber wir sollten unsere Kinder fit für diese Welt machen, damit diese weder andere unnötig erschrecken und ärgern, noch selber verunsichert und überängstlich sind."

Schulrat Thomas Wieners begrüßt dieses Schreiben sehr. Es ordne den Vorfall hervorragend ein. "Es gibt Kinder, die Straftaten begehen", sagt er. "Davon sind wir in diesem Fall weit entfernt." Mit den beiden Jungen, die den Streich verübt hatten, seien bereits Gespräche geführt worden. "Sie sind einsichtig und haben sich entschuldigt." Die Grundschüler hatten übrigens den verkleideten "Zombie" trotz seiner Maske erkannt. Es ist ein ehemaliger Schüler der Grundschule.

Quelle: RP
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