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Leverkusen
Gruselspaß mit Gänsehautgarantie

Leverkusen: Gruselspaß mit Gänsehautgarantie
In einem kleinen Dorf irgendwo in der Einsamkeit herrschen eher seltsame Sitten. Oder was macht der grimmige Herr da mit dem abgeschlagenen Kopf? Die Volksbühne bietet derzeit Gruselspaß. FOTO: UM
Leverkusen. Namen sind Nachrichten. Und bei dem Namen des neuen Frühjahrsschauspiels der Volksbühne Bergisch Neukirchen wird sofort klar: Es geht um schauerlich-schöne Unterhaltung im Bühnenstück: "Die Familie des Vampirs". Von Gabi Knops-Feiler

Es ist bitter kalt, dunkel und einsam. Da ertönt das Geheul einer Meute Wölfe, die ihm nah auf den Fersen zu sein scheint. Aber Serge d'Urfe hat Glück. Der französische Diplomat findet Unterschlupf im Haus von Gortscha. Was sich genau im Haus des kleinen serbischen Dorfes Kisolova abspielt, das erfahren Zuschauer beim Frühjahrsschauspiel der Volksbühne Bergisch Neukirchen unter der Überschrift "Die Familie des Vampirs".

Während Marquis Serge d'Urfe (Karl Heinz Leweke) mit Fürstin Schwarzenberg (Mona Weber) gemütlich bei einem Glas Rotwein am Feuer sitzt, erzählt er ihr diese gruselige Geschichte aus seiner Vergangenheit.

Basierend auf der Schilderung des russischen Schriftstellers Tolstoi hat Marc Gruppe, ehemaliger Spielleiter, die schauerromantische Fabel in einem Akt für die Bühne erzählt. Dana Fischer und Anne-Claire Weber haben sie in Szene gesetzt. So viel sei gesagt: Bis zum Schluss ist es spannend. Und irgendwie auch unheimlich. Kinder, die bei der Generalprobe in der ersten Reihe der Opladener Festhalle am Markt saßen, rückten jedenfalls eng zusammen. Frei gegeben ist das Stück ab zwölf Jahre. "Natürlich gibt es bei uns keinen Horrorschocker zu sehen", bemerkt Geschäftsführerin Helga Schleimer. Tatsächlich vermittelt die Inszenierung aber ein "schauerliches Gänsehautgefühl".

Insgesamt stehen elf Schauspieler auf der Bühne. Zur Freude des Ensembles ist Renate Hölzer nach mehr als 20-jähriger Pause als Mutter Oberin zurückgekehrt und mit 80 Jahren zugleich die älteste Darstellerin. Einst spielte sie die großen Gesangshauptrollen in bekannten Operetten. Seit Jahren ist sie nun - wie rund 20 weitere für Kostüm, Maske, Bühnenbild und Technik - engagierte Helferin hinter den Kulissen. Den Part des Jüngsten hat der achtjährige Cosmo-Leander Lenz als Gortschas Enkel Sascha übernommen. Henri Färber spielt die Rolle von Gortschas Sohn Grigori. Er war zuletzt 2015 beim Märchen und ist mit Bruder Niclas ein gutes Beispiel dafür, wie ehemalige Märchenspieler ins große Ensemble wechseln. Adrian Abtahi, ebenfalls ehemaliger Märchenspieler, vertonte die Musik. Technik und Bühnenbild mussten besonders ausgeklügelt werden. Aaron Kröger und sein Team haben unzählige Stunden probiert und wieder umgestellt.

Ausgewählt wurde das Stück, um neben dem bekannten Repertoire wie Komödie, Märchen, Musical und Krimi auch mal etwas anderes zu bieten und zu probieren.

Quelle: RP
 
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